Polizei geht von 150.000 Euro Schaden aus

Garagenbrand in Reichensachsen: Kriminalpolizei ermittelt wegen Brandstiftung

Durch die schnell eingeleiteten Löscharbeiten, konnten die Feuerwehren das Feuer rasch unter Kontrolle bringen.
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Durch die schnell eingeleiteten Löscharbeiten, konnten die Feuerwehren das Feuer rasch unter Kontrolle bringen.

Am vergangenen Wochenende brannten in Wehretal-Reichensachsen mehrere Carports und Autos. Die Kriminalpolizei geht nun eindeutig von Brandstiftung aus und sucht Zeugen.

Reichensachsen – Der Brand von zwei Carports und drei darunter abgestellten Autos sorgte in der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen 2.40 Uhr zu einem größeren Einsatz von Feuerwehr und Polizei in Wehretal-Reichensachsen (wir berichteten).

Wie Polizeisprecher Alexander Först nun mitteilt, gehen die zuständigen Ermittler des Fachkommissariats für Brandermittlungen in Eschwege aufgrund der Umstände des Brandgeschehens am Sonntag von Brandstiftung aus.

Man erhoffe sich nun erhellende Hinweise aus der Bevölkerung, die zur Klärung des Brandes beitragen könnten, so die Polizei.

Die vom Brand betroffenen Carports stehen nebeneinander und gehören zu einem Mehrfamilienhaus am Mecklenburger Weg. Sie bieten Unterstellmöglichkeiten für acht Autos. Zum Zeitpunkt des Feuerausbruchs waren unter dem einen Carport aber nur zwei, unter dem anderen nur ein Fahrzeug abgestellt, so Först.

Alle drei Autos standen sehr weit auseinander

Laut der Kriminalpolizei standen alle drei Autos jeweils so weit auseinander, dass sie alle separat von Unbekannten in Brand gesetzt worden sein müssen. Alle Fahrzeuge gerieten in Vollbrand, wodurch letztlich auch die beiden Carports am Dachstuhl beschädigt wurden.

Die Feuerwehr konnte zwar einen größeren Übergriff des Feuers auf das angrenzende Mehrfamilienhaus verhindern, dennoch ist es in Mitleidenschaft gezogen worden – so kam es laut Först an mehreren Fensterscheiben und Rollläden zu nicht unerheblichen Schäden. Die Kriminalpolizei geht momentan von einem Gesamtschaden von rund 150 000 Euro aus.

Knallgeräusche schon vor dem Brand in Reichensachsen

Hinweise zur Klärung erhofft sich die Kriminalpolizei jetzt aus der Bevölkerung, die zur fraglichen Zeit, besonders zwischen 2 Uhr und 3 Uhr, im Bereich des Mecklenburger Weges und der umliegenden Straßen verdächtige Personen oder Fahrzeuge ausgemacht hat. Laut ersten Ermittlungen kam es bereits am Samstagabend zwischen 22 Uhr und 23 Uhr zu Knallgeräuschen und gegebenenfalls auch dem Abbrennen von Feuerwerkskörpern in Reichensachsen.

Wenn sich konkretere Hinweise ergeben könnten, gegebenenfalls auch auf private Feiern, kann dies unter Umständen auch zu weiteren Zeugen oder Ermittlungsansätzen führen und damit zur Klärung des Vorfalls beitragen, so Polizeisprecher Alexander Först. (mmo)

Hinweise: 0 56 51/92 50.

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