Gemeindevertretung Wehretal

Koalition drängt auf Ausweisung von Bauland in kleinen Wehretaler Dörfern

Die Nachfrage nach Bauplätzen in Reichensachsen ist ungebrochen hoch: Aber die kleinen Ortsteile Langenhain, Hoheneiche und Oetmannshausen wollen auch Platz für Bauwillige.
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Die Nachfrage nach Bauplätzen in Reichensachsen ist ungebrochen hoch: Aber die kleinen Ortsteile Langenhain, Hoheneiche und Oetmannshausen wollen auch Platz für Bauwillige.

Auf die Erschließung weiterer Baugebiete in Oetmannshausen, Langenhain und Hoheneiche drängt jetzt die Koalition aus CDU, FWG und FDP im Wehretaler Gemeindeparlament.

Reichensachsen – Denn während die Nachfrage nach Bauplätzen in Reichensachsen ungebrochen ist – schon für das Baugebiet Leimbach III gibt es jetzt schon mehr Interessenten als Plätze – tue sich „in den anderen vier Orten der Gemeinde sehr wenig bis gar nichts“, so der CDU-Abgeordnete Klaus-Holger Wennemuth.

„Dabei wäre es gerade für die Ortsteile immens wichtig, neue Einwohner für die Dörfer zu gewinnen“, heißt es in dem Antrag, den CDU, FWG und FDP jetzt gemeinsam eingebracht haben. Dem vonseiten der Verwaltung immer wieder vorgebrachten Argument, „niemand wolle in den Ortsteilen bauen“, können man nicht folgen – schon aus dem Grund, dass es in den Dörfern praktisch keinen Leerstand gebe und frei gewordene Immobilien sofort wieder verkauft würden. „Unabhängig davon streben wir nach wie vor die Ausweitung und Förderung im Bestand an“, sagte Wennemuth.

Bürgermeister Timo Friedrich sagte, dass die Gemeinde zunächst abwarten wolle, wo sie mit dem Neubaugebiet Leimbach III in Reichensachsen stehe, das derzeit noch erschlossen wird. Mit dem Ortsbeirat von Langenhain habe es Gespräche über ein dort zu entwickelndes Neubaugebiet gegeben. „Wäre das Interesse wirklich groß, würde das auch Sinn machen“, sagte Friedrich. „Aber nicht wegen vier oder fünf Interessenten.“ 99 Prozent aller Bauwilligen wollten nach Reichensachsensen. Die Kosten für die Erschließung in Langenhain würden zirka auch bei 1,5 Millionen Euro liegen, das Land müsste die Gemeinde zuvor erwerben.

Letztendlich einigten sich die Parlamentarier am Montagabend darauf, dass über den Bauausschuss Fragen zu der Zahl der Anfragen in den vergangenen vier Jahren nach Bauplätzen in den Ortsteilen, wie viele Bauplätze in den Orten vorhanden sind, welche davon Baureife haben und welche Möglichkeiten die Verwaltung sieht, Baugrundstücke kurzfristig zu schaffen, zu klären sei.

Jugendförderung

Ausgehend von einem Antrag der SPD-Fraktion vom Sommer will die Gemeinde Wehretal die Jugendförderung wieder aufnehmen. Erst kürzlich hat sich im Parlament wieder ein Jugend-, Kultur- und Sozialausschuss konstituiert, dessen Vorsitz Katharina Dilling (CDU) hat.

Eine Arbeitsgruppe, die aktuelle nur aus den Ausschussmitgliedern besteht, aber um die verschieden Experten erweitert werden kann, soll ab Dezember dieses Jahres tagen. Zunächst will sich die Gruppe einen Überblick über die Belegung der Jugendräume in den einzelnen Ortsteilen verschaffen.

Für das Förderprogramm „Zukunft Innenstadt“, von dem die Jugendförderung hätte profitieren können und und um das sich die Gemeinde beworben hatte, ist Wehretal nicht berücksichtigt worden.

Vor einigen Jahren hatte die Gemeinde Wehretal die Zusammenarbeit mit der Jugendpflege der Awo aufgekündigt, in Reichensachsen war der Jugendraum geschlossen worden.

Von Stefanie Salzmann

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