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Abitur am Beruflichen Gymnasium: 20 mit einer „1“ vor dem Komma

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Von: Tobias Stück

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Die 70 Abiturienten des Beruflichen Gymnasiums mit ihren gerade überreichten Abiturzeugnissen.
Die 70 Abiturienten des Beruflichen Gymnasiums mit ihren gerade überreichten Abiturzeugnissen. Alle © Berufliche Schulen

Nach drei Jahren Oberstufe am Beruflichen Gymnasium (BG) hat Schulleiter Ekkehard Götting jetzt 70 frisch gebackenen Abiturienten ihre Zeugnisse übergeben.

Insgesamt 20 Schülerinnen und Schüler nahmen ein Zeugnis einer Durchschnittsnote mit einer „1“ vor dem Komma entgegen. BG-Schulleiter Ekkehard Götting würdigte diese besonderen Leistungen und erinnerte daran, dass das BG mit diesem 51. Abiturjahrgang einen wirklich ganz besonderen Jahrgang ins Leben entlassen konnte. Malin Waduschat erreichte die Traumnote von 1,0.

Viel Glück und Dankbarkeit war während der Feierstunde am Donnerstag darüber zu spüren, dass alle Beteiligten zur Zeugnisübergabe zum Abitur 2022 zusammenkommen konnten. In seiner Abiturrede blickte Schulleiter Ekkehard Götting auf die drei Jahre an der Oberstufe zurück. Was zu den Höhepunkten der gemeinsamen Schulzeit hätte werden sollen – der Skikurs in Südtirol, die Abschlussfahrt, viele Feiern – ist allesamt der Pandemiesituation zum Opfer gefallen. Im Mittelpunkt stand das Lernen und das Nachholen von Unterrichtsstoff unter Coronaregeln: Abstand, Kleingruppen, auch im Winter offene Fenster.

Schulleiter Götting bedankte sich bei seinem besonderen Jahrgang ausdrücklich dafür, dass alle Beteiligten sehr kooperativ und fair miteinander und mit den Lehrkräften und der Schulleitung umgegangen seien. Dies habe bei der Bewältigung der Krisensituationen sehr geholfen.

Großes Lob an Lehrkräfte und Abiturienten

Im Rückblick auf die Abiturprüfungen ging ein ganz großes Lob an Lehrkräfte und Abiturienten. „Jeder ging engagiert in die Prüfung, verhielt sich ruhig und besonnen, alle Regeln wurden beachtet“, erzählt Götting. Insgesamt konnte so das Abitur gut ablaufen, geplant und koordiniert vom Schulleitungsteam um Andreas Althen als stellvertretender Schulleiter, Imke Carl und Jan Ziegenbein als Abteilungsleiter für das BG.

Mit netten und humorvollen Worten verabschiedeten die Tutoren ihre Schäfchen von der Schule. Und bei den Abiturienten war Dankbarkeit und auch ein bisschen Wehmut in den Abschiedsworten von Lisa Triller und Tim Hildebrandt zu spüren. Humorvoll schilderten sie unter anderem die anfängliche Hoffnung einiger Schülerinnen und Schüler, das Corona-Homeschooling-Modell würde dazu führen, dass das Frühaufstehen der Vergangenheit angehören und die Nacht verlängert würde. Aber der Glaube, dass man aus dem Bett seinen Schuljob verrichten könne, wurde schnell zerstört. Auch sie bedankten sich bei ihren Tutoren für das gute Miteinander.

Schulleiter Götting fasste die Zeit miteinander so zusammen: „Vor drei Jahren haben wir Jugendliche in das BG aufgenommen, nun gehen junge Erwachsene mit Selbstbewusstsein in die Welt hinaus“. Als besonderes Zeichen der Verbindung zum BG und ihrer Heimat bekamen alle Abiturienten eine kleine Weißbuche geschenkt. Ein Baum ist ein starkes Zeichen des Vertrauens in die Zukunft jenseits aller Diskussionen über Klimawandel. Schulleiter Götting rief die Abiturienten auf, die Bäume als Erinnerung an ihre Jugend und Schulzeit einzupflanzen und die Entwicklung der Bäume lebenslang zu begleiten.

Danke sagen

Zeugnisausgabe bedeute auch immer Danke zu sagen. Der Schulleiter bedankte sich bei den Eltern und Lehrkräften, die die Abiturienten viele Jahre begleitet und unterstützt haben. Ein besonderer Dank galt den Tutoren Alexander Bösenberg, Christine Kretzschmer, Rainer Manegold, Jan Rüppel und Anja Schmandt, die in der Oberstufe das Erwachsenwerden der Abiturienten begleitet haben.

Die insgesamt besonders guten Leistungen des Abi-Jahrgangs 2022 wurden im feierlichen Rahme der Zeugnisausgabe besonders gewürdigt. 20-mal stand eine „1“ vor dem Komma. Herausragend war die Jahrgangsbeste Malin Waduschat mit einem Schnitt von 1,0. Besonders gewürdigt wurden auch Dana Nizold (1,1), Emilie Schierl (1,2), Anne Beck und Johannes Budde (1,3) sowie Belkisa von Ehr, Moritz Hupfeld und Laura Steinbach mit einem Schnitt von 1,4.

Für besonderes soziales und Demokratie förderndes Engagement wurde die Schulsprecherin Belkisa von Ehr mit einem Preis von Staatsminister im Auswärtigen Amt Michael Roth ausgezeichnet.

Alle Abiturienten hätten mit ihren Leistungen eine gute Grundlage für ihren weiteren Berufsweg gelegt. Schulleiter Götting bestätigte, dass sie mit der Entscheidung für das BG und den Schwerpunkten Gesundheit, Wirtschaft oder Technische Informatik bestens für den Start in das Berufsleben vorbereitet sind.

Die Besten des Jahrgangs: Schulleiter Ekkehard Götting (links) und sein Stellvertreter Andreas Althen (rechts) zeichnen (von links) Malin Waduschat, Dana Nizold, Anne Beck, Emilie Schierl, Johannes Budde, Belkisa von Ehr und Moritz Hupfeld aus.
Die Besten des Jahrgangs: Schulleiter Ekkehard Götting (links) und sein Stellvertreter Andreas Althen (rechts) zeichnen (von links) Malin Waduschat, Dana Nizold, Anne Beck, Emilie Schierl, Johannes Budde, Belkisa von Ehr und Moritz Hupfeld aus. © Berufliche Schulen
Die Tutoren des aktuellen Abi-Jahrgangs: (von links) Abteilungsleiter Jan Ziegenbein, Jan Rüppel, Anja Schmandt, Christine Kretzschmer, Alexander Bösenberg und Abteilungsleiterin Imke Carl.
Die Tutoren des aktuellen Abi-Jahrgangs: (von links) Abteilungsleiter Jan Ziegenbein, Jan Rüppel, Anja Schmandt, Christine Kretzschmer, Alexander Bösenberg und Abteilungsleiterin Imke Carl. © Berufliche Schulen

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