Bestürzung über das Unglück

Kommunalpolitiker sterben bei Flugzeugabsturz am Mittwoch in Eschwege

Der Flugplatz Eschwege mit Rettungshubschrauber und Feuerwehren.
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Über eine Stunde kämpften die Notärzte noch auf dem Flugplatz bei Eschwege um das Leben der beiden verunglückten Männer.

Die Ursache für den Absturz eines Segelflugzeugs auf dem Flugplatz Stauffenbühl bei Eschwege ist auch einen Tag danach nicht geklärt. Sowohl der Eschweger Luftsportverein (ELV) als auch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) konnten noch keine Aussage treffen.

Die Ermittlungen dauern an. Bei den am Mittwochabend verunglückten Flugzeuginsassen handelt es sich um die Kommunalpolitiker Andreas Trube (59) und Edmund Tümmel (65). Die Bestürzung über den plötzlichen Tod ist groß.

Andreas Trube wird eine große Lücke in unseren Reihen hinterlassen.“

Uwe Brückmann, CDU-Fraktionsvorsitzender Kreistag WMK

„Mit Andreas Trube verlieren wir einen engagierten, sachlichen und mit viel Menschlichkeit versehenen Kollegen, den wir vermissen werden. In diesen schweren Stunden gilt unser ganzes Mitgefühl seiner Frau und seiner Familie“, sagten Landrat Stefan Reuß und Erster Kreisbeigeordneter Dr. Rainer Wallmann in einer ersten Stellungnahme. Trube hatte sich mehr als zwei Jahrzehnte kommunalpolitisch engagiert. Zunächst in der Stadtverordnetenversammlung seines Wohnortes Sontra. Dort war er bis zum Fraktionsvorsitzenden der CDU aufgestiegen. Später wurde er für die CDU auch in den Kreistag Werra-Meißner gewählt. Noch am Montag wurde er im Kreisausschuss bestätigt, dem er auch in der vorherigen Wahlperiode bereits angehörte. „Wir sind erschüttert, dieser Tod unseres geschätzten und beliebten Kollegen relativiert alles“, sagte Fraktionsvorsitzender Uwe Brückmann. „Andreas Trube wird eine große Lücke in unseren Reihen hinterlassen.“

Andreas Trube

Edmund Tümmel (ÜWG) war bis 2005 acht Jahre Erster Beigeordneter der Gemeinde Ringgau und Stellvertreter von Bürgermeister Helmut Jakob. Außerdem war er von 1993 bis 1997 Parlamentsvorsteher und Ortsvorsteher von Netra. Mehr als 20 Jahre war der Förster auch Prüfer im Jagdausschuss des Jagdvereins Hubertus Eschwege, dort für Wildbiologie und Wildtierkunde zuständig. Im Laufe des Jahres wollte der 65-Jährige die Leitung der Revierförsterei abgeben und in den Ruhestand gehen. Seinen Nachfolger hatte er eingearbeitet. Besondere Verdienste hatte sich Tümmel in der Zusammenarbeit mit der Adam-von-Trott-Schule erarbeitet. Zusammen mit der Schule bot er Waldjugendspiele an. Er wollte den jungen Menschen den „Respekt vor der Natur“ näherbringen. (Tobias Stück)

Eddmund Tümmel

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