Mehr Briefwähler als 2016

Kommunalwahl im Werra-Meißner-Kreis: Leiter registrieren Rekorde schon zur Halbzeit

Briefwahlunterlagen auf einem Tisch
+
Viele Menschen geben in diesem Jahr ihre Stimme per Briefwahl ab.

Noch eine Woche, dann findet die Kommunalwahl statt. Doch schon seit drei Wochen besteht für alle wahlberechtigten Bürger die Möglichkeit, ihre Stimmen per Briefwahl abzugeben. Das wird wegen der Pandemie aus Schutzgründen sogar empfohlen. Mit Erfolg.

Werra-Meißner -  So viele Briefwähler wie bei dieser Wahl haben die Gemeindewahlleiter im Werra-Meißner-Kreis noch nie gehabt.  Das ergab eine Umfrage unserer Zeitung in etlichen Städten und Gemeinden.

Zum Ende voriger Woche, also quasi zur Halbzeit, hatten in den allermeisten bereits mehr als ein Viertel aller Wahlberechtigten ihre Wahlunterlagen beantragt, per Post, per E-Mail und auch online per App.

In den beiden Städten, in denen zugleich eine Bürgermeister-Direktwahl mit mehr als einem Kandidaten stattfindet, lässt sich bereits ein großes Interesse an den Zahlen ableiten: In Eschwege beantragten bis vorigen Freitagabend 4966 Bürger ihre Wahlunterlagen, das sind fast 30 Prozent aller Wahlberechtigten. Bei der Kommunalwahl vor fünf Jahren gaben hingegen nur 2501 Wähler ihre Stimmen per Briefwahl ab.

Volker Dörrig

Noch stärker ist die Briefwahlbeteiligung in Bad Sooden-Allendorf bislang: 2497 der 6603 Wahlberechtigten wollen ihre Kreuzchen zu Hause machen, ein Anteil von knapp 38 Prozent. 743 Wähler übermittelten 2016 bei der Kommunalwahl ihre Stimmen per Brief.

Doppelt so viele Briefwähler gab es zur Halbzeit unter anderem auch schon in Neu-Eichenberg. 432 bei 205 insgesamt vor fünf Jahren. In Sontra lief es mit dem Briefwählen langsamer an, da forderten erst 906 und damit knapp 15 Prozent der Wahlberechtigten ihre Unterlagen an. 2016 gab es aber insgesamt nur 556 Briefwähler. In Hessisch Lichtenau dagegen gingen bislang etwas weniger Anträge ein als es Briefwähler vor fünf Jahren gab: 2764 im Vergleich zu 2850.

In Witzenhausen registrierte Gemeindewahlleiter Volker Dörrig sogar, dass 2500 der angeforderten 3410 Briefwahlunterlagen bereits ausgefüllt zurück ins Rathaus gekommen sind. 2606 Briefwähler gab es dort 2016. (Stefan Forbert)

Abgabe spätestens am Wahlsonntag bis 18 Uhr

Noch können in den Wahlbüros der Städte und Gemeinden die Briefwahlunterlagen beantragt werden, schriftlich, per E-Mail oder per App. Die ausgefüllten Stimmzettel sollten dann, so raten die Gemeindewahlleiter, spätestens zur Leerung am Freitag, 12. März, besser aber bis Donnerstag, 11. März, zur Post gegeben werden, damit sie rechtzeitig ankommen. Im Rathaus-Briefkasten können sie noch bis zum Wahlsonntag, 14. März, 18 Uhr, eingeworfen werden. (sff)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.