Kommunalwahl: Jeder Achte hat schon per Brief gewählt

Werra-Meißner. Am 6. März, werden im Werra-Meißner-Kreis die politischen Karten neu gemischt und die verschiedenen Gremien wie der Kreistag und die Gemeindevertretungen gewählt.

Ein Teil der Bevölkerung wird sich dann schon entschieden haben: Per Briefwahl wurden die Kreuze bereits gesetzt. Aufgrund der aktuellen Zahlen erwarten die Städte und Gemeinden, dass die Beteiligung an dieser Art der Wahl in etwa so hoch sein wird wie schon 2011.

Je nach Kommune schwankte der Anteil der Briefwähler, gemessen an der Zahl der Wahlberechtigten vor fünf Jahren, zwischen knapp zehn und fast 30 Prozent. Dieser Satz ist in den meisten Kommunen noch nicht erreicht, bis Freitag, 4. März, können die Unterlagen aber noch angefordert werden: „Wir gehen davon aus, dass in dieser Woche noch gut 1000 Anforderungen kommen“, heißt es etwa in Bad Sooden-Allendorf, wo es 6799 Wahlberechtigte gibt und bis gestern Vormittag 834 Wahlzettel verschickt wurden.

Auch in Sontra, wo bisher 7,5 Prozent der 6256 Wahlberechtigten ihre Unterlagen bereits erhalten haben, geht man davon aus, dass die Zahl noch steigt: „Erfahrungsgemäß nimmt das im Laufe der Woche direkt vor der Wahl nochmal zu“, sagt Bürgermeister Thomas Eckhardt.

Eine Ausnahme bildet Berkatal, in der zum jetzigen Zeitpunkt mehr Wahlunterlagen angefordert worden sind als vor fünf Jahren insgesamt: knapp 17,4 Prozent der 1309 Wahlberechtigten im Vergleich zu 15,5 Prozent. „Das liegt sicherlich auch daran, dass die Wähler das Kumulieren und Panaschieren nutzen und nicht mehr so lange in der Wahlkabine verbleiben“, begründet Bürgermeister Friedel Lenze. Zudem habe sich herumgesprochen, dass für die Briefwahl keine Begründung mehr angegeben werden muss, warum man nicht persönlich wählen geht.

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