Barrierefreiheit

Kommunen und NVV kümmern sich um Bushaltestellen

Stufenlos: Die Bushaltestelle am Marktplatz in Witzenhausen ist seit ein paar Jahren bereits barrierefrei gestaltet. Weitere 66 sollen in den nächsten zwei, drei Jahren im Werra-Meißner-Kreis hinzukommen.
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Stufenlos: Die Bushaltestelle am Marktplatz in Witzenhausen ist seit ein paar Jahren bereits barrierefrei gestaltet. Weitere 66 sollen in den nächsten zwei, drei Jahren im Werra-Meißner-Kreis hinzukommen.

In jeder Kommune in Nordhessen soll es mindestens eine barrierefreie Bushaltestelle des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV) geben, möglichst soll sogar jedes Dorf über eine Haltestelle verfügen, womit Fahrgäste mit Mobilitätseinschränkungen ungehindert in den Bus einsteigen und ihn verlassen können. Dieses Ziel hat NVV-Geschäftsführer Steffen Müller genannt.

Werra-Meißner – Für einen weiteren Schritt Richtung Barrierefreiheit müssen allerdings in erster Linie die Städte und Gemeinden sorgen, sie planen und bauen auf eigene Rechnung. Das Land Hessen übernimmt einen Teil der Kosten der Umrüstungen. Je nach Größe und Ausgestaltung kostet der durch Hessen Mobil unterstützte Ausbau einer barrierefreien Haltestelle laut Verbund 30 000 bis 70 000 Euro. Der NVV berät die Städte und Gemeinden seit einem Jahr bei der Frage, welche Haltestellen bis 2022 barrierefrei ausgebaut werden sollen. Zudem übernimmt der Verbund die Hälfte der Planungskosten.

Von den 370 Umrüstungsprojekten, die bis 2022/23 laut NVV geplant sind, entfallen 66 auf den Werra-Meißner-Kreis. Sie seien als erstrangig für den Ausbau erachtet worden, erklärte NVV-Pressesprecherin Sabine Herms. Bislang wurden von den rund 820 NVV-Haltestellen im Werra-Meißner-Kreis 187 barrierefrei ausgebaut.

Steffen Müller

Gespräche über die nächsten Projekte haben laut Sprecherin Harms mit Großalmerode, Herleshausen, Meinhard, Meißner, Neu-Eichenberg, Ringgau, Waldkappel, Wanfried, Wehretal, Witzenhausen, Herleshausen sowie auch dem Landkreis stattgefunden.

Letztlich entscheiden die Städte und Gemeinden, ob und wann welche Haltestellen umgerüstet werden. Bei der Entscheidung spielen Kriterien wie Lage, Kosten und Ausgestaltung, aber auch die Anzahl der Nutzer und das jeweilige Busangebot eine Rolle.

Und natürlich, das gibt Berkatals Rathauschef Friedel Lenze (SPD) als Sprecher aller Bürgermeister im Kreis vor dem Hintergrund anderer, noch drängenderer Investitionen zu Bedenken, müsse das Geld dafür auch vorhanden sein. (Stefan Forbert)

1370 Haltestellen im NVV-Gebiet barrierefrei

Von den insgesamt 3642 Bushaltestellen im Gebiet des Nordhessischen Verkehrsverbunds (NVV) sind bisher 1370 barrierefrei ausgebaut. 2020 kamen erst wieder 60 hinzu. Weitere 370 Baumaßnahmen sollen in den nächsten ein bis zwei Jahren umgesetzt werden, um so die Anzahl der barrierefreien Haltepunkte nach und nach zu erhöhen. Sämtliche Informationen zu allen Bushaltestellen des NVV sind im Internet zu finden. (sff)

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