Ergebnisse der Kommunalwahl

Komplett neue politische Verhältnisse im Ringgau

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Kommunalwahl in Hessen: Die politischen Verhältnisse werden sich in der kommenden Legislaturperiode in der Gemeinde Ringgau komplett ändern. 

Kommunalwahl in Hessen: Die politischen Verhältnisse werden sich in der kommenden Legislaturperiode in der Gemeinde Ringgau komplett ändern.

Ringgau -Die neu gegründete Wählergemeinschaft „Initiative L(i)ebenswertes Ringgau“ (ILR) hat im ersten Anlauf bei der Kommunalwahl am vergangenen Sonntag ein Viertel (25,5 Prozent) aller Wählerstimmen auf sich vereinigen können. Das Bündnis hatte sich erst Ende vorigen Jahres gegründet.

Zugleich hat die ÜWG Ringgau mit 29 Prozent das bislang beste Ergebnis ihres Bestehens für sich eingefahren, während die SPD fast 17 Prozent ihrer Wählerschaft verloren hat. Auch die CDU musste Einbußen hinnehmen, sie sackte um 5,5, Prozent auf jetzt knapp 18 Prozent ab.

Mehrheitsverhältnisse verschieben sich

Damit verschieben sich die Mehrheitsverhältnisse im künftigen Ringgauer Parlament massiv. ILR, SPD, und ÜWG werden mit jeweils vier Mandaten vertreten sein. Die CDU konnte ihre bisherigen drei Sitze behalten. Die SPD verliert drei Mandate, die ÜWG eins.

„Das ist ein wahnsinnig großer Erfolg bei unserer ersten Kommunalwahl“, sagt Jasmin Ronshausen von der ILR. „Es zeigt uns, dass wir mit unseren Vorstellungen und Ideen auf ein positives Feedback der Wähler gestoßen sind. Wir nehmen die Herausforderung an, um mit den anderen gewählten Vertretern konstruktiv und gemeinsam zu arbeiten“, sagt sie.

Hochstimmung herrscht auch bei der ÜWG in Ringgau: „Dass wir die SPD geschlagen haben, war schon eine Überraschung“, sagt ÜWG-Fraktionsvorsitzender Hans Hartmann. „Wir sind hocherfreut.“ Dass man mindestens einen Sitz an die neue Wählergruppe verlieren werde, sei aber klar gewesen. Er freue sich aber, dass sich jetzt viele junge Menschen um die Geschicke Ringgaus bemühen wollten.

Neue Anregungen und Ideen erhofft

Auch Manfred Ebeling, Fraktionschef der CDU, zeigt sich trotz der Verluste für seine Partei zufrieden. „Es war klar, dass sich die Mehrheitsverhältnisse ändern, wenn der Kuchen neu verteilt wird.“ Die CDU als kleinste Fraktion im künftigen Parlament sei für alle Bündnisse offen, gehe aber auch „gern wieder in die Opposition.“

Besonders gut gelaunt schaut derweil der parteilose Bürgermeister Mario Hartmann auf das Wahlergebnis und dankt erst mal allen, „die sich überhaupt bereitgefunden haben, sich zur Wahl zu stellen“. Neue Anregungen, Anstöße und innovative Ideen, die die Gemeinde voranbringen, erhofft er sich von dem neuen Gemeindeparlament.

Von der SPD in Ringgau waren weder der bisherige Fraktionsvorsitzende Horst Hartmann noch der Spitzenkandidat, Dirk Wieditz, in den vergangenen Tagen für eine Einschätzung des Wahlergebnisses zu erreichen. (salz)

Diese Kandidaten erhielten die meisten Stimmen bei der Kommunalwahl

SPD, 4 Sitze: Dirk Wieditz, Ramona Brenk, Nico Fischer, Michael Sippel

ÜWG, 4 Sitze: Dr. Stephan Cortis, Daniel Roth, Hans Hartmann, Stefan Meister

ILR, 4 Sitze: Juliane Wieditz, Julian Larbig, Dominik Setale, Helene Horlacher

CDU, 3 Sitze: Marco Schäffer, Ulrich Iffert, Manfred Ebeling

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