Vielfalt an musikalischen Stücken

Konzertreihe „Musik macht Mut“ in Wanfried begeisterte Besucher

Das Bläserkonzert lockte viele Besucher in die evangelische Kirche in Wanfried. Dabei präsentierten die Musiker Stücke wie „Der Lärm verebbt“ und „Let’s all praise the Lord“.
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Das Bläserkonzert lockte viele Besucher in die evangelische Kirche in Wanfried. Dabei präsentierten die Musiker Stücke wie „Der Lärm verebbt“ und „Let’s all praise the Lord“.

Langsam lassen die Trompeten einen der skandinavischen Titel des Abends ausklingen, bevor das Publikum dem Bläseroktett Eschwege mit schallendem Applaus für die Vielfalt an Stücken an diesem Abend dankt. Ein festliches Bläserkonzert im Rahmen von „Musik macht Mut“ lockte am Sonntagabend etwa 60 bis 70 Menschen in die Stadtkirche Wanfrieds.

Wanfried - Als erste Veranstaltung dieser Art seit langer Zeit kündigte Prädikant Wolf-Arthur Kalden das Benefizkonzert an, begrüßte das Oktett mit Leiter Andreas Batram, der auch den Vorschlag eingebracht hatte, es an diesem Abend stattfinden zu lassen. Neben „Musik macht Mut“ passte das Datum – der Tag der Deutschen Einheit – daher aus einem zweiten Grund, wie Kalden erklärte: „Zugleich singt heute Deutschland.“

Wenngleich das Publikum nicht sang, erwartete es mit „Der Lärm verebbt“ ein Abendlied, dessen erste und zweite Strophe Batram verlas – bei Letzterer auf den Bezug zum Tag der Deutschen Einheit verwies. Feierliche Klänge erfüllten die Kirche, als die Trompeter Tobias Fleischhut, Sara Wehowsky, Juliane und Paula Batram, die Posaunisten Andreas Jahn, Andreas Batram und Marlies Brehm sowie Götz Bücker, der an diesem Abend sowohl an der Tuba als auch an der Posaune zu hören war, ein Stück von Giovanni Gabrieli spielten. Dass außer diesem Komponisten alle, von denen an diesem Abend Stücke gespielt wurden, noch leben, erklärte Batram zu Beginn. Ein ruhigeres, feierliches „Lobe den Herren“ im barocken Stil war daraufhin in der Kirche zu hören. Malerisch wurde es mit Jakob de Haans „Yellow Mountains“. Die Instrumente wechselten sich zum Teil ab und ließen dann gemeinsam den Klang in der ganzen Kirche spürbar werden.

Das Oktett war eigentlich spontan für einen Auftritt im Rahmen der musikalischen Vespern in Eschwege entstanden, wie Batram erklärte. Denn aufgrund der Pandemie war es nicht möglich gewesen, mit allen Mitgliedern des Eschweger Posaunenchors zu spielen. Für das Konzert in Wanfried hatte sich Andreas Jahn den Mitgliedern angeschlossen, die bereits bei der Vesper gemeinsam aufgetreten waren. Besonders rhythmisch wurde es gegen Ende des Abends, als das Oktett ein ansteckendes „Let’s all praise the Lord“ von Richard Roblee erklingen ließ, helle Töne und ein durchdringender Bass die Kirche erfüllten. Für die Musik des Abends und dafür, dass das Publikum hierbei auch lernen konnte, dass es in der Moderne ebenfalls einen Stilpluralismus gebe, dankte Kalden. Nach schallendem Applaus spielte das Oktett noch ein zusätzliches Stück und stieß an diesem Abend auf positive Reaktionen. (Eden Sophie Rimbach)

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