Digitalpakt erreicht Schulen

Kreis gibt 6,1 Millionen Euro für Technik aus Förderprogramm Digitalpakt für Schulen aus

Der Anschluss ist Grundlage für eine Digitalisierung des Unterrichts und bietet neue Möglichkeiten der Lehre und Kommunikation.
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Der Anschluss ist Grundlage für eine Digitalisierung des Unterrichts und bietet neue Möglichkeiten der Lehre und Kommunikation.

Mit einer Summe von 6,1 Millionen Euro hat der Werra-Meißner-Kreis inzwischen alle ihm derzeit zustehenden Fördermittel von Bund und Land abgerufen, um die Digitalisierung der Schulen im Kreis voranzutreiben. „Damit sind wir voll auf Kurs, um unsere Schulen für die Herausforderungen der Digitalisierung fit zu machen“, sagt Landrat Stefan Reuß.

Werra-Meißner - Zu dem sogenannten Digitalpakt Schule gehört in einem ersten Schritt die Ausstattung der Schüler sowie aller Lehrer mit digitalen Endgeräten (Laptops beziehungsweise Tablets). Zusätzlich sollen an Schulen im Kreis jetzt weitere fünf Maßnahmen umgesetzt werden. So sollen Schulen, die auf einem Campusgelände liegen mit Glaserfaser an das Internet angeschlossen werden. Dazu gehören die Rhenanus-Schule und die Grundschule Am Brunnen vor dem Tore in Bad Sooden-Allendorf, die Beruflichen Schulen und die Johannisbergschule in Witzenhausen sowie die Kleeblattschule und die Paul-Moor-Schule in Reichensachsen.

An den Beruflichen Schulen sollen zudem 54 interaktive Tafeln, sogenannte Multi-Touch-Boards, neu angeschafft beziehungsweise ausgetauscht werden, zudem ein Fernseher und 18 Dokumentenkameras gekauft werden.

In allen 36 Schulen, die sich in Trägerschaft des Landkreises befinden, sollen 1851 vorhandene PCs inklusive des Zubehörs wie Bildschirme, Tastaturen Mäuse, Webcams und Kopfhörer durch neue Geräte ersetzt werden.

Ebenso für alle 36 Schulen sollen insgesamt 66 Drucker für die PC-Räume und den Fachunterricht sowie digitale Messtechnik und Tom-Activity-Boards – das sind Lernbaukästen, die alle Sinne händisch als auch digital ansprechen – angeschafft werden.

Jede der 36 Schulen soll zudem jeweils 16 Tablets oder Notebooks inklusive Zubehör bekommen. Außerdem soll an allen Schulen die Server-Hardware erneuert werden, damit Schüler und Lehrer auf den Schulserver zugreifen können, ohne das dieser künftig überlastet wird.

6,5 Milliarden Euro umfasst der Digitalpakt bis 2024

Bund und Länder haben 2019 den Digitalpakt Schule, der zunächst bis 2024 angelegt ist, geschlossen. Dabei handelt es sich um ein Förderprogramm zum Ausbau der digitalen Bildungsinfrastruktur, für das der Bund fünf Milliarden Euro zur Verfügung stellt. Erweitert wurde das Pogramm 2020 während der Pandemie um weitere 1,5 Milliarden Euro. Auf Hessen entfallen Mittel von 484 Millionen Euro. Zum Stichtag 30. Juni hat das Land Hessen laut Bundesbildungsministerium knapp 80 Millionen Euro aus dem Digitalpakt abgerufen, davon fallen 6,1 Mios. Euro auf den Werra-Meißner-Kreis. (Stefanie Salzmann)

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