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Wohngeld: Kreis rechnet mit Antragsflut

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Von: Emily Spanel

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Symbolfoto zum Thema Wohngeld-Anträge
Wer den Weg über die städtische Homepage zu den Vordrucken auf den Wohngeld-Internetseiten des Ministeriums gefunden hat, kann sich die entsprechenden Anträge herunterladen. © Birke, Maximilian

Werra-Meißner – Der Werra-Meißner-Kreis bereitet sich in Folge des neuen Wohngeld-Plus-Gesetzes, das zum 1. Januar in Kraft getreten ist, auf einen Ansturm vor.

Durch die Wohngeldreform sei mit deutlich mehr Anträgen zu rechnen, bestätigt Sylvia Weinert vom Fachdienst Presse- und Öffentlichkeitsarbeit auf Anfrage unserer Zeitung. „Für den Werra-Meißner-Kreis gehen wir von einer starken Ausweitung der Möglichkeit der Inanspruchnahme von Wohngeld aus.“

Vor allem Haushalte mit geringem Einkommen, die nach der bisherigen Regelung kein Wohngeld beziehen konnten, haben nun Anspruch auf die reformierten Leistungen. Diese Haushalte, deren Einkommen über dem Existenzminimum, aber unterhalb bestimmter Einkommensgrenzen liegen, sollen künftig angesichts steigender Mieten und Energiekosten durch die Reform entlastet werden – erstmals werden dann auch Heizkosten bezuschusst.

Personal wird aufgestockt

Um die steigende Menge an Anträgen zu bewältigen, soll Personal aufgestockt werden. Aktuell, so Sylvia Weinert, finde eine Stellenausschreibung seitens des Werra-Meißner-Kreises auch für die Bearbeitung von Wohngeldanträgen statt. Der Kreistag hatte in seiner Dezembersitzung der Schaffung von insgesamt 24 neuen Stellen in der Kreisverwaltung seine Zustimmung erteilt (wir berichteten). Ein Teil der neuen Mitarbeiter soll künftig in der Wohngeldbehörde eingesetzt werden.

Haushalte, die bereits Wohngeld beziehen, müssen von Januar an keinen neuen Antrag auf Wohngeld stellen. Für sie findet automatisch eine Neuberechnung der bewilligten Leistungen statt. Sollte sich die Höhe des Wohngeldes ändern, werden die Betroffenen per Wohngeldbescheid darüber informiert. Haushalte, die künftig neu zum erweiterten Kreis der Leistungsbezieher gehören werden, haben die Möglichkeit, das „Wohngeld Plus“ bei der Wohngeldbehörde des Werra-Meißner-Kreises zu beantragen.

In den ersten Wochen des neuen Jahres sind aufgrund der steigenden Fallzahlen bei gleichzeitiger Personalknappheit möglicherweise längere Bearbeitungszeiten zu erwarten. Das Landratsamt empfiehlt, bei Einreichung eines Antrags auf die Vollständigkeit der notwendigen Unterlagen und Nachweise zu achten. „Sollten weitere Unterlagen benötigt werden, werden die Sachbearbeiter dies schriftlich bei den Antragstellern anfordern“, so Sylvia Weinert.

Von Emily Hartmann

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