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Kreisjugendfeuerwehr organisiert mit Spende Zeltlager

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Von: Tobias Stück

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Verein Technik, Sport und Teamarbeit: In der Jugendfeuerwehr – hier Alina-Sophie Deist und Selina Walter aus Herleshausen beim Landesentscheid in Lorsch – werden gleich mehrere Voraussetzungen gefordert. Archivfoto: Mario Missler
Verein Technik, Sport und Teamarbeit: In der Jugendfeuerwehr – hier Alina-Sophie Deist und Selina Walter aus Herleshausen beim Landesentscheid in Lorsch – werden gleich mehrere Voraussetzungen gefordert. Archivfoto: Mario Missler © Mario Missler

Kreisjugendfeuerwehrwart Carsten Schweitzer legt sich fest: „Ohne die Jugendfeuerwehr könnten unsere Einsatzabteilungen nicht bestehen.“ Neue Aktive kommen in erster Linie aus dem eigenen Nachwuchs.

Werra-Meißner – Zu selten würden Quereinsteiger später zum aktiven Dienst hinzustoßen. Die Freiwilligen Feuerwehren sind deswegen darauf angewiesen, ihren Nachwuchs selbst auszubilden.

Die Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen haben die Jugendfeuerwehren schon hart getroffen. Persönliche Treffen seien für die Nachwuchsarbeit elementar, sagt Schweitzer. Abgesprungen sei kaum jemand. Die Mitgliederzahlen seien seit Jahren mit 700 bis 740 Mitglieder konstant. Ohne die regelmäßigen Treffen sei es aber nicht das Gleiche.

In der Jugendfeuerwehr lerne man neben vielen technischen Eigenschaften und sportlicher Betätigung auch Zusammenhalt kennen und wisse, was es bedeutet, in einem Team zusammenzuarbeiten. „Das kann man nur schwer vor dem Laptop vermitteln“, sagt Schweitzer. Online sei aber der einzige erlaubte Weg in den vergangenen Monaten gewesen, um Kontakt zu halten.

Die einzige offizielle Veranstaltung des Jahres 2021 sei die Leistungsspange im September gewesen. Alle anderen Zusammenkünfte spielten sich digital ab. Selbst ein Zeltlager wurde online ausgerichtet. „Die Kinder wollen aber wieder raus“, sagt Schweitzer.

Deswegen wird die WR-Spende über 1500 Euro aus der Aktion Advent auch für das nächste Zeltlager verwandt. Das findet vom 15. bis 19. Juni über Fronleichnam in Neu-Eichenberg statt. 200 Jugendliche kommen dann in etwa zusammen, nachdem die letzte Veranstaltung ausgefallen war. Für den Herbst ist außerdem ein Ausflug in den Vergnügungspark Belantis bei Leipzig geplant.

Dass die Mitgliederzahl im Nachwuchsbereich so konstant gehalten wurde, hat mit den Kinderfeuerwehren zu tun, die in immer mehr Gemeinden gegründet werden. Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren werden spielerisch an die Feuerwehrarbeit herangeführt.

„Damit gleichen wir den Nachteil zu anderen Vereinen aus, in die man früher eintreten darf“, erklärt Schweitzer. Kinderfeuerwehren sind organisatorisch (noch) nicht den Jugendfeuerwehren angegliedert. Später profitieren die diese von der neuen Abteilung.

Termine: 14. Mai Aktionstag der Landesfeuerwehr 15. bis 19. Juni Zeltlager in Neu-Eichenberg 9. Juli Tag der Jugend im Bergwildpark Meißner in Germerode kjf.feuerwehr-wmk.de/

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