Mehr Betreuungsbedarf in Ringgau – Gemeinde will im März über Erweiterung entscheiden

Krippe in Netra könnte dauerhaft größer werden

Als erstes Händewaschen: Im Kindergarten geht es für alle Kinder zuerst zum Waschbecken. Trotz des Lockdowns haben die Kitas geöffnet, Eltern sind allerdings aufgerufen ihre Kinder zuhause zu betreuen.
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Als erstes Händewaschen: Im Kindergarten geht es für alle Kinder zuerst zum Waschbecken. Trotz des Lockdowns haben die Kitas geöffnet, Eltern sind allerdings aufgerufen ihre Kinder zuhause zu betreuen.

Die zusätzliche Krippengruppe in der Krippe im Ringgauer Ortsteil Netra wird möglicherweise dauerhaft etabliert werden. Anfang März soll das Gemeindeparlament darüber entscheiden.

Netra - Wie Bürgermeister Mario Hartmann den Eltern der Einrichtung der Krippe sowie des Kindergartens „Kleine Hände“ in einem Brief jetzt mitteilte, lasse die Zahl der Neuanmeldungen für Krippenplätze einen höheren Bedarf für die Kinderbetreuung erkennen.

Im Oktober vorigen Jahres hatte die Gemeindevertretung Ringgau einer zeitlich begrenzen Erweiterung der Krippe von Anfang dieses Jahres bis Ende Juli in der Netraer Kita „Kleine Hände“ zugestimmt. Zu den bestehenden 24 Plätzen waren zwölf hinzugekommen, Kosten für die Gemeinde 70 000 Euro.

Zu diesem Zeitpunkt habe es laut Bürgermeister Hartmann, keine ausreichende Bedarfsplanung gegeben, zumal eine dauerhafte Erweiterung der Netraer Krippe erhebliche Investitionskosten für die Gemeinde nach sich ziehe. Damals waren zehn Kinder aus der Gemeinde für einen Krippenplatz angemeldet, konnten aber nicht mit einem Platz versorgt werden, weil die Krippe in Netra ebenso wie die vier Regelgruppen im Bildungshaus Röhrda voll belegt waren.

Damals hatte Hartmann gesagt, dass eine dauerhafte Erweiterung zu teuer sei. Pläne, die Krippe in Netra, die derzeit zwei Gruppen mit insgesamt 24 Plätzen umfasst, dauerhaft um weitere zwölf Plätze zu erweitern, würden am Geld scheitern. Denn ab Mitte 2022 spätestens müsste nach dem Gute-Kita-Gesetz dann für Netra eine Leitungsstelle geschaffen werden, erläuterte er. Mehrkosten pro Jahr für die Gemeinde: 200 000 Euro – um das zu finanzieren, müsste Ringgau die Grundsteuer B erneut um 35 Prozentpunkte heben.

Jetzt allerdings werde die Gemeinde, so kündigte Hartmann den Eltern an, gemeinsam mit dem Träger, der evangelischen Kirche, einen Bedarfsplan erstellen, der sowohl benötigte Krippenplätze, aber auch Kitaplätze für das Kitajahr 2021/2022 einbezieht. „Uns ist sehr wohl bewusst, dass die betroffenen Eltern privat als auch beruflich Planungssicherheit brauchen“, so Hartmann.

Ende Februar soll nun der Gemeindevorstand über eine dauerhafte Erweiterung der Krippe in Netra beraten. Die Gemeindevertretung soll auf ihrer nächsten Sitzung am 4. März dazu eine Entscheidung treffen Stefanie Salzmann

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