Ippen-Stiftung spendet 3000 Euro

Kulturinitiative Hängnichrum gibt Spende direkt an die Künstler weiter

Haben das Geld aus der Spende direkt weitergeleitet: Philipp Schäfer und Sandra Schindewolf von der Kulturinitiative Hängnichrum unterstützten Künstler mit dem Stiftungsgeld finanziell.
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Haben das Geld aus der Spende direkt weitergeleitet: Philipp Schäfer und Sandra Schindewolf von der Kulturinitiative Hängnichrum unterstützten Künstler mit dem Stiftungsgeld finanziell.

Für Vereine und Institutionen, die durch die Coronakrise Schwierigkeiten bekommen haben, gibt die Ippen-Stiftung je 3000 Euro als Spende. In unserem Verbreitungsgebiet profitieren Hängnichrum und Aufwind.

Frankershausen – Die Kulturinitiative Hängnichrum sei eine Ausnahme, berichtet die Musikerin Katrin Geelvink Sandra Schindewolf aus dem Vorstand. Der Berkataler Verein sei der erste Veranstalter gewesen, der ihr eine Ausfallgage für ihren Auftritt am 14. November in der Kneipe Öx gezahlt habe. „Das war uns aber auch nur möglich, weil wir durch die Spende der Ippen-Stiftung bedacht wurden“, sagt Vorstandsmitglied Philipp Schäfer. So habe man das Geld unkompliziert direkt weiterleiten können. „An die, die besonders unter der Pandemie leiden.“

Das ist die Ippen Stiftung

Der Verleger unserer Zeitung, Dr. Dirk Ippen, rief im Jahr 2000 aus Anlass seines 60. Geburtstages die gemeinnützige Ippen-Stiftung ins Leben und stattete sie mit Kapital aus. Zweck dieser Stiftung ist die Stärkung von Bürgersinn und bürgerschaftlichem Engagement auf lokaler Ebene. Die Stiftung entscheidet jeweils im Herbst eines Jahres über die Vergabe von Fördermitteln alternativ für die folgenden Zwecke: Wissenschaft, Bildung, Landschaftspflege und Naturschutz, Heimatpflege und Heimatkunde.

Ein besonderes Anliegen der Stiftung ist auch die Förderung der Begegnung zwischen Deutschen und Ausländern im Sinne der Integration von Ausländern in Deutschland. Alle Entscheidungen über Fördermaßnahmen liegen bei einem Stiftungsrat.

In diesem Jahr hat der Stiftungsrat um unseren Verlegers Dr. Dirk Ippen sich dazu entschlossen, Vereinen oder Initiativen zu helfen, die wegen Corona in Schwierigkeiten geraten sind. „Wir möchten damit auch einen herzlichen Dank für ehrenamtliches Engagement ausdrücken, weil wir gut finden, was Sie tun“, sagt Verleger Ippen, der hofft, dass die Spende dazu beiträgt, die Folgen dieses Jahres etwas abzumildern. (ts)

Die Kulturinitiative selbst hat keine finanziellen Sorgen durch den Lockdown. Sie werden normalerweile durch Landesmittel unterstützt. Die bekommen sie aber erst, wenn der Auftritt stattgefunden hat. Als Verein organisieren sie die Kulturveranstaltungen, mieten den Saal der Kneipe Öx an, haben aber keine laufenden Kosten.

Wirt Reinhard Thies sorgt für die Bewirtung der Gäste. Für ihn bedeutet der Ausfall der jährlich acht Veranstaltungen mit jeweils rund 150 Besuchern eine finanzielle Einbuße. Weil er neben der Kneipe auch noch einen Bio-Bauernhof betreibt, hat er keine staatliche Unterstützung bekommen. Einer statt acht Auftritten hat im vergangenen Jahr in Frankershausen stattgefunden – die Veranstaltung von Marco Büser im Oktober unter Auflagen. Statt enger Stuhlreihen wurden kleine Tischgruppen gestellt. 35 Menschen fanden zutritt. „Die Stimmung war anders, clubartiger, aber die Besucher waren dankbar, dass etwas angeboten wurde“, erinnert sich Sandra Schindewolf. Sollten die Kontakt- und Abstandsregeln gelockert werden, könnte Hängnichrum sofort weitermachen. Bis Mai sind Künstler gebucht.

„Wir würden das anbieten, was erlaubt ist“, sagt Schindewolf. In Betracht ziehen sie auch im Sommer – sonst immer spielfrei – ausgefallene Veranstaltungen unter freiem Himmel nachzuholen. Den aktuellen Stand kann man im Internet abfragen. (Tobias Stück)

Das ist die Kulturinitiative Hängnichrum

Entstanden aus einem Mangel, nämlich der an kultureller Vielfalt auf dem Lande, entschlossen sich Ende der 1980er-Jahre eine Handvoll junger Frauen und Männer, das zu ändern und etwas gegen das viel beobachtete „Rumhängen“ zu tun. Und so begann man, Veranstaltungen zu organisieren. Inzwischen wurden mehr als 200 Veranstaltungen (Lesungen, Kabarett und Theater), für Hunderte von Künstlern aus der Region und der Republik, für Nachwuchskünstler wie für internationale Spitzenklasse organisiert. Auch mehr als 30 Jahre nach der Gründung arbeitet die Kulturinitiative Hängnichrum ausschließlich ehrenamtlich. Und das freiwillig. (ts)

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