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Konzert in Völkershausen: „Mit noch richtig Lust zum Experimentieren“

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Spielten im Rittersaal: die Violinistin Christa-Maria Stangorra, Sara Ferrández (Viola), Beata Antikainen (Violoncello) und Aurelia Simkus (Klavier).
Spielten im Rittersaal: die Violinistin Christa-Maria Stangorra, Sara Ferrández (Viola), Beata Antikainen (Violoncello) und Aurelia Simkus (Klavier). © Anna Schellhase

Kultursommer: Karajan-Akademikerinnen geben Konzert auf dem Rittergut Völkershausen.

Völkershausen – In Völkershausen bei Wanfried gab es am vorigen Dienstagabend Kultur der Extraklasse. Vier junge Musikerinnen der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker brachten durch ihr Spiel den Saal des Rittergutes zum Staunen. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Kultursommers Nordhessen statt und ist Teil des Kammermusikfestes „Ins Offene…“ der professionellen jungen Musikergeneration.

Intendantin Maren Matthes freute sich sehr über die jungen Künstlerinnen: „Mit diesen vier Frauen präsentieren wir Musikerinnen aus den besten internationalen Schulen, die noch richtig Lust haben, zu experimentieren“, sagte sie zur Eröffnung der Veranstaltung.

Die Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker, gegründet von dem langjährigen Dirigenten des Musikhauses, Herbert Karajan, liegt die Idee zugrunde, die Ausbildung des Nachwuchses der Philharmoniker in einer Akademie zu organisieren.

Dadurch bekämen junge Musiker erstmals die Möglichkeit, sich in einer Gemeinschaft von Spitzenmusikern zu entwickeln. So könnten sie neben dem Einzelunterricht an Konzerten und Orchesterproben teilnehmen und wichtige Erfahrungen für das Berufsleben sammeln.

Die Violinistin Christa-Maria Stangorra, Sara Ferrández an der Viola und Beata Antikainen am Violoncello nahmen sich zuerst dem Streichtrio op.9/3 in c-Moll, komponiert von Ludwig van Beethoven, an. Ein Stück, das nicht leicht zu spielen ist: Es scheint, als ob die drei Streicherinnen für vier spielen müssten. Anschließend gab die Pianistin Aurelia Simkus die Ballade op.10/4 in D-Dur von Brahms mit viel Fingerspitzengefühl und Präzision zum Besten. Den Höhepunkt des Konzerts stelle das abschließende Quartett in Es-Dur von Robert Schumann dar, zu dem Klavier, Violine, Viola und Violoncello zusammenkamen.

In vier Akten nahmen die Musikerinnen das Publikum mit auf eine Gefühlsachterbahn, angefangen mit träumerischen über rhythmische Passagen bis zum Finale, bei dem alle Teile des Werkes zusammen verschmelzen und einen gemeinsamen Abschluss finden.

Die jungen, außerordentlich talentierten Musikerinnen, alle in ihren Zwanzigern, haben eine lange Erfolgsgeschichte und bedeutende Arrangements hinter sich und schafften es, auch diesen Abend zu einem musikalischen Hochgenuss für das Publikum werden zu lassen. (Anna Schellhase)

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