Kleine Strolche stellen ihre kreativen Werke im Glas- und Keramikmuseum aus

Kunst aus Sperrmüll

Kinderkunst aus Alltagsgegenständen: Die Ausstellung ist während eines Projektes des Kindergartens „Haus der kleinen Strolche“ in Laudenbach entstanden und derzeit im Glas- und Keramikmuseum in Großalmerode zu sehen. Foto: Röß

Großalmerode. Kinderkunst aus Alltagsgegenständen ist derzeit im Glas- und Keramikmuseum in Großalmerode ausgestellt. Die Kunstwerke sind im Rahmen eines Projektes des Kindergartens „Haus der kleinen Strolche“ in Laudenbach entstanden.

Fast fünf Jahre ist es her, dass Ute Becker, Leiterin des Kindergartens der Arbeiterwohlfahrt (AWO), das Kunstprojekt mit Kindern im Alter von fünf bis 14 Jahren gestartet hat. Mit der Frage „kann das weg oder wird daraus Kunst“ setzten sich die Kinder immer aufs Neue auseinander, wenn sie zu Hause oder auf dem Sperrmüll etwas Brauchbares für ihre künstlerischen Zwecke aufgegabelt hatten. Vor allem auf Stühle schienen sie ihr Interesse gerichtet zu haben, denn die vierbeinigen Kunstwerke dominieren die Ausstellung, die am Freitag eröffnet wurde.

So präsentierte sich den Gästen zum Auftakt der Ausstellung so mancher Stuhl, der als Tier umgestaltet war. Ob Löwe, Hase, Schildkröte oder Hund – mit ihrer Kreativität hatten die Kinder sofort das Interesse der Besucher geweckt.

Ein Blickfang waren auch die Seepferdchen. Da musste der Betrachter genau hinschauen, um den Schuh als Ausgangsobjekt auszumachen. Ganz im Stil von Hundertwasser hatten sie außerdem aus Kartons ein ganzes Wohnviertel gestaltet, Schmetterlinge in Aquarelltechnik auf Leinwand gebracht, aus Flaschen eine komplette Hasenfamilie sowie ein Quartett von Prinzessinnen zusammengestellt. Auf Papier gemalte Spiralen gehörten ebenso zu den Exponaten wie mit Wolle ummantelte Holzstücke.

Schnell hatte sich zu Beginn des Kunstprojekts unter den Kindern herumgesprochen, wie viel Spaß es macht, auch mit wenig Geld aus Alltagsgegenständen Kunstwerke zu gestalten. Der Zuspruch hatte Ute Becker veranlasst, eine zweite Kreativgruppe einzurichten. 20 Kinder hatten sich in dem Kunstprojekt engagiert und eine Reihe von Arbeiten erstellt, von denen eine Auswahl jetzt im Glas- und Keramikmuseum zu sehen ist.

Vom Engagement und den guten Ideen der Kinder zeigten sich auch Ute Harder, Bürgermeister Andreas Nickel und Günter Engel, dem AWO-Kreisvorsitzenden, zur Eröffnung der Ausstellung beeindruckt. Die Kunstwerke werden über das Heimatfest hinaus bis zum 27. Juni im Museum zu sehen sein. (zlr)

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