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Lädchen in Abterode feiert sein Bestehen

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Von: Julia Stüber

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Jubiläum: Auf die Feier freuen sich (von links) die Mitarbeiterinnen Simone Pipper und Lydia Friedrich sowie Andrea Röth vom Verein Aufwind und Bürgermeister Friedhelm Junghans.
Jubiläum: Auf die Feier freuen sich (von links) die Mitarbeiterinnen Simone Pipper und Lydia Friedrich sowie Andrea Röth vom Verein Aufwind und Bürgermeister Friedhelm Junghans. © Julia Stüber

Im „Lädchen für alles“ in Abterode werden seit 11 Jahren Lebensmittel verkauft. Nun soll auch das zehnjährige Bestehen des Tegut-Ladens nachgefeiert werden.

Abterode – Denn im vergangenen Jahr musste die Party aufgrund der Coronapandemie ausfallen. Bei Kaffee und Bubblewaffeln können Menschen heute zwischen 9 Uhr und 13 Uhr vor dem Laden zusammenkommen. Auch der Lern- und Gedenkort in der ehemaligen Synagoge wird geöffnet sein.

Das „Lädchen für alles“ sichert die Grundversorgung in der ländlichen Region. Vor allem ältere Menschen, die nicht mehr mobil sind, kommen zum Einkaufen. „Oder eben Kunden, die zum Beispiel für die Torte eine Zutat vergessen haben zu kaufen“, sagt Mitarbeiterin Lydia Friedrich.

„Für die Gemeinde ist ein solcher Laden mitten im Ort ein Gewinn“, sagt Bürgermeister Friedhelm Junghans. Als die Idee für den Laden in Abterode aufkam, gab es seit zehn Jahren keine Lebensmittelversorgung im Ort. Bevor der Markt dann in die ehemalige Synagoge einziehen konnte, musste das Gebäude kernsaniert werden.

„Aber es funktioniert natürlich auch nur, wenn man das Angebot nutzt“, sagt Junghans. Vor allem der demografische Wandel wirke sich auch auf das „Lädchen für alles“ aus, meint Andrea Röth vom Verein Aufwind. Ältere, langjährige Kunden sind verstorben, jüngere Menschen nutzen den Laden bislang weniger. „Jüngere Leute kaufen eher mal auf dem Heimweg nach der Arbeit ein“, sagt Röth.

Auch die Pandemie habe sich auf den Markt ausgewirkt – allerdings eher positiv, so wie bei anderen kleinen Läden auch. „Vor allem zu Beginn der Pandemie scheuten sich die Menschen vor den großen Supermärkten. Auch durch die Arbeit im Homeoffice wurde das Angebot vor Ort mehr genutzt“, sagt Röth. Der Laden zeichnet sich auch dadurch aus, dass dort Menschen mit Beeinträchtigung arbeiten. Sie kommen vom Verein Aufwind. Betreiber des Ladens ist die Stellenwert GmbH.

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