Quote bei 4,3 Prozent

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Werra-Meißner-Kreis bleibt noch gut

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Gute Lage: Die Arbeitslosigkeit im Werra-Meißner-Kreis liegt derzeit bei 4,3 Prozent.

Die Zahl der Arbeitslosen im Werra-Meißner-Kreis ist im November weiter leicht zurückgegangen. Wie aus den aktuellen Zahlen der Agentur für Arbeit hervorgeht, sind derzeit 2224 Menschen im Werra-Meißner-Kreis ohne Job.

Das sind 34 Personen weniger als im Oktober und 94 Jobsuchende weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote im Landkreis liegt unverändert bei 4,3 Prozent.

„Saisonüblich belebt der Herbst nach wie vor den Arbeitsmarkt“, bilanziert Agenturchef Detlef Hesse: „Vor allem Frauen, Ausländer, Ältere und Langzeitarbeitslose haben von der Erholung im November profitieren können.“ Im Raum Eschwege etwa sank die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Vergleich zum Oktober um 6,3 Prozentpunkte, in Witzenhausen um 1,1 Prozentpunkte.

Allerdings beobachtet Hesse auch eine leichte Eintrübung der Konjunktur. „Während die Arbeitslosigkeit im Werra-Meißner-Kreis klar und im Landkreis Kassel moderat abnahm, stieg sie in der Stadt Kassel“, so Hesse. Dennoch hätten die Unternehmen weiter hohen Mitarbeiterbedarf. Die Zahl der offenen Stellen liege in Stadt und Kreis Kassel sowie im Werra-Meißner-Kreis aktuell bei insgesamt 4106. Das ist laut Hesse der höchste Wert aller hessischer Agenturen. Im Raum Witzenhausen gibt es derzeit 227 offene Stellen, im Raum Eschwege sind es 363.

Auch Jürgen Kümpel, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände blickt mit gemischten Gefühlen auf die Lage am Arbeitsmarkt: Obwohl viele Branchen bereits mit Nachfragerückgängen zu kämpfen hätten und teilweise Arbeitsplätze abbauten, sei der Fachkräftebedarf in Hessen insgesamt noch hoch. Aber: „Zwei Drittel der bei den Arbeitsagenturen gemeldeten offenen Stellen in Hessen richten sich an Fachkräfte mit Berufsausbildung – nur jeweils ein Fünftel an Ungelernte.“ Kümpel empfiehlt Menschen ohne Berufsabschluss dringend eine duale Ausbildung zu absolvieren. „Da die Konjunktur sich jetzt abschwächt, sind viele Helferjobs viel stärker bedroht als die von Fachkräften.“

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