Nach Protesten und Initiativen von Eltern, Schulleitern und den Freien Wählern

Landkreis erhöht Arbeitszeit für Schulsekretärinnen

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Mütter machten Unmut Luft: Zusammen mit dem damaligen Bad Sooden-Allendorfer Grundschulleiter Günter Stephan verlangten (von links) Christine-Tabea Granzow, Anja Neumann und Heike Baucks im Herbst 2018 mehr Stunden für die Schulsekretärin. 

Hessisch Lichtenau – Wieder mehr Grundschüler und zudem zusätzliche Aufgaben für die Schulen – von der Inklusion über Kinder mit Migrationshintergrund bis zum Ganztagsangebot. Das sind die Gründe, die beim Kreis zum Umdenken bei der personellen Ausstattung der Schulsekretariate geführt haben.

Statt einer Kürzung der Stunden, die im Herbst 2018 bereits beispielsweise in der Grundschule in Bad Sooden-Allendorf umgesetzt worden war und für einen vom Schulleiter unterstützten Protest von Eltern führte (wir berichteten), wird die Arbeitszeit für die auch als „Ansprechpartnerinnen für alle“ bezeichneten Schulsekretärinnen um insgesamt fast 100 Arbeitsstunden pro Woche erhöht. Das ist eine Steigerung von nahezu einem Viertel. Davon berichtete Ludger Arnold (SPD) als Vorsitzender des Schulausschusses am Montag dem Kreistag in seiner Sitzung im Bürgerhaus von Hessisch Lichtenau.

Möglich wurde dies, indem Landrat Stefan Reuß (SPD) in der Folge eines Antrags der Freien Wähler (FWG) ein neues Berechnungsmodell von einer Arbeitsgruppe mit Vertretern von Schulen und Eltern entwickeln ließ.

Zum Teil greifen die Stundenerhöhungen bereits rückwirkend zum neuen Schuljahr, an anderen Grundschulen wird derzeit noch an der Umsetzung gearbeitet, teilte Arnold mit.

Das Modell soll alle zwei Jahre überprüft werden, zudem wird ein fünfprozentiger Spielraum „nach oben und nach unten“ eingeräumt. Die neue Berechnung soll auch für die weiterführenden Schulen angewandt werden, allerdings gestaltet sich die Umsetzung „wohl etwas schwieriger“ und verzögere sich daher.

Die Erhöhung der Stunden für die Sekretärinnen der Grundschulen schlägt allerdings auch mit 160 000 Euro zu Buche, die nun auch bei der Schulumlage von den Städten und Gemeinde mit zu übernehmen sind.

Das Geld sei aber gut angelegt, stimmte Wilhelm Gebhard für die CDU in das Loblied auch aus anderen Fraktionen ein. Das Ergebnis der Initiative zugunsten der Sekretariate stärke die Arbeit an den Schulen und „kommt am Ende den Kindern zugute“, freute sich Waldemar Rescher. Der FWG-Sprecher und Leiter der Gelstertalschule Hundelshausen hatte den Antrag vor 13 Monaten im Kreisparlament eingebracht.

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