Hix und Herz chancenlos

Landratswahl im Werra-Meißner-Kreis: Lenze und Rathgeber müssen in die Stichwahl

Sie gehen in die Stichwahl am 7. November: Nicole Rathgeber (FW) kam bei der Landratswahl für den Werra-Meißner-Kreis am Sonntag auf 29,70 Prozent der Stimmen, Friedel Lenze (SPD) auf 41,56 Prozent.
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Sie gehen in die Stichwahl am 7. November: Nicole Rathgeber (Freie Wähler) kam bei der Landratswahl für den Werra-Meißner-Kreis am Sonntag auf 29,70 Prozent der Stimmen, Friedel Lenze (SPD) auf 41,56 Prozent.

Friedel Lenze (SPD) und Nicole Rathgeber (Freie Wähler) werden am Sonntag, 7. November, in die Stichwahl um die Position des Landrats des Werra-Meißner-Kreises gehen.

Werra-Meissner – Der Bürgermeister von Berkatal und die aus Meinhard stammende Teamleiterin der Arbeitsagentur Kassel konnten gestern die meisten Stimmen auf sich vereinigen, allerdings keine absolute Mehrheit von mehr als 50 Prozent aller abgebenen Stimmen erzielen. Chancenlos waren hingegen Frank Hix (CDU) und Daniel Herz (parteilos).

Für Lenze votierten 14.615 Wähler, das entspricht 41,56 Prozent. Auf Rathgeber entfielen 10.445 Stimmen, das sind 29,70 Prozent. Dahinter positionierte sich Frank Hix (CDU), für den 7.235 stimmten (20,57 %). Auf Daniel Herz entfielen 2.870 Stimmen (8,16 %).

„Wir haben ein Etappenziel erreicht“, analysierte Friedel Lenze das Ergebnis des ersten Durchgangs. Sein Ziel sei es gewesen, hier als Erster durch das Ziel zu gehen. Mit „Wahnsinn“ kommentierte Nicole Rathgeber ihr Abschneiden. Die Stichwahl hatte sie sich erträumt, aber nicht erwartet. Der unterlegene Frank Hix kündigte an, ab sofort Nicole Rathgeber zu unterstützen.

Meißner zählte am Schnellsten

Als erste Gemeinde hatte um 18.29 Uhr die Gemeinde Meißner alle Stimmen ausgezählt. 1433 davon waren gültig. Hier hätte Friedel Lenze sogar direkt gewonnen, denn der SPD-Kandidat kam auf 52,20 Prozent - die absolute Mehrheit. Um 19.26 Uhr stand dann auch das vorläufige kreisweite Endergebnis fest, nachdem alle 204 Wahlbezirke im Werra-Meißner-Kreis ausgezählt waren. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,16 Prozent.

Fast alle stark in ihren Heimatgemeinden

Das stärkste Ergebnis fuhr Wahlsieger Friedel Lenze (SPD) in seiner Heimatgemeinde Berkatal ein, auch in den Gemeinden Meißner (52,20 %) und Weißenborn (54,82 %) kam er auf mehr als 50 Prozent der Stimmen. Nicole Rathgeber (FW) punktete vor allem in ihrer Heimatgemeinde Meinhard (42,26 %), aber auch in Wanfried (43,93 %). In der Gemeinde Ringgau (54,07 %) kam sie sogar auf die absolute Mehrheit.

Frank Hix (CDU) fuhr in seiner Heimatstadt Bad Sooden-Allendorf den Wahlsieg ein (43,71 % der Stimmen) und erreichte auch in Waitzenhausen (21,97 %) und Wanfried (21,34 %) mehr als in Fünftel aller Stimmen. Daniel Herz (parteilos) wurde abgeschlagen letzter des Quartetts: Selbst in seiner Heimatstadt Witzenhausen, wo er seit 2018 Bürgermeister ist, kam Herz mit 12,67 % nur auf Platz 4 der Kandidaten. Mehr Wähler fand er in Neu-Eichenberg (14,05 %) und Hessisch Lichtenau (13,25 %).

Stichwahl am 7. November

Damit werden 83.000 Wähler am Sonntag, 7. November, noch einmal an die Wahlurne gebeten. Für Briefwähler besteht ein enges Zeitfenster. Am Dienstag beziehungsweise Mittwoch (2./3. November) erst können die Briefwahlunterlagen bei den Gemeinden eingetütet und frankiert und an die Post übergeben werden. Dann sind die Unterlagen frühestens am 4. oder 5. November beim Wähler. Anschließend müssen die Stimmzettel an die Gemeinden zurückgesendet oder zurückgebracht werden.

Landrat Stefan Reuß (SPD) hatte nach 15 Jahren an der Kreisspitze sein Amt zum Jahresende zur Verfügung gestellt. Er wechselt mit Beginn des neuen Jahres zum Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen. Der neue Landrat tritt sein Amt am 1. Januar 2022 ein.

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