Start in wachsendes Projekt

Landwirtschaftlicher Infopfad in Herleshausen entsteht

Dominic Müller, Maria Lehmann, Simon Dach und Robin Börner (von links) aus der Pusteblumen-Gruppe des Herleshäuser Kindergartens säen ihre Saatmischung für die Blühwiese aus.
+
Dominic Müller, Maria Lehmann, Simon Dach und Robin Börner (von links) aus der Pusteblumen-Gruppe des Herleshäuser Kindergartens säen ihre Saatmischung für die Blühwiese aus.

Ein landwirtschaftlicher Informationspfad von rund sechs Kilometern Länge entsteht derzeit bei Herleshausen.

Herleshausen – Aufgeregt streuten die Mädchen und Jungen des Kindergartens Herleshausen am Mittwochvormittag die Saatmischung in die kleinen Rillen, die im Acker gezogen waren. Auf einem Feld an der Lauchröder Straße entsteht in den nächsten Wochen eine Blühwiese, die zum neuen landwirtschaftlichen Informationspfad gehört.

Auf gut sechs Kilometern können sich Familien beim Spazieren gehen in Zukunft über die Landwirtschaft und Lebensmittel, die irgendwann auf ihrem Teller landen, informieren. Der Pfad soll die Landwirtschaft transparent machen und Erwachsenen, aber vor allem Kindern zeigen, wie Lebensmittel angebaut und geerntet werden und woher sie kommen.

Startpunkt ist eine Blühwiese

Die Blühwiese an der Lauchröder Straße soll der Startpunkt des Rundweges werden. Die Kinder der Fuchs-, Wichtel-, Spatz- und Pusteblumengruppe streuten ihre Saatmischung auf ihrer Parzelle aus und markierten ihren Bereich mit einem eigenen Gruppenschild. „50 Gramm der Saatmischung reichen für 100 Quadratmeter, damit jedes Kind etwas aussäen kann und wir sehen können, wo die Saat schon liegt, haben wir sie mit Gries aufgemischt“, erklärt Marlene Laufer, die den Pfad mit ihrem Mann Daniel als ehrenamtliches Projekt ins Leben gerufen hat.

Die Kinder sollen in den kommenden Wochen ihre Blühwiese beobachten und dokumentieren, wie aus der Saatmischung kleine Pflänzchen und Nahrung für die Bienen wird. „Sobald die Bienen hier aktiv werden können, wollen wir hier für die Kinder auch einen Vortrag mit einem Imker über die Bienen halten“, sagt Laufer.

Eröffnung am 6. Juni mit 13 Stationen

Der Infopfad soll am 6. Juni offiziell eröffnet werden, zuerst sollte er 13 unterschiedliche Stationen haben. „Nun haben viele Leute von unserem Pfad mitbekommen und wollen sich beteiligen, es ist also ein wachsendes Projekt“, so Laufer. Die ersten Schilder sollen in den kommenden Tagen aufgestellt werden. Auch Taschen und Loopschals mit Hanni Hummel, dem Maskottchen des Pfades, soll es gegen eine Spende geben. „Die Taschen und Schals für die Kinder werden ehrenamtlich von Magdalena Böckmann genäht, die Spendengelder werden dann wieder für ein neues Projekt an den Kindergarten übergeben“, freut sich Marlene Laufer.

Auf einer eigenen Internetseite soll man dann künftig noch einmal alle Informationen über den Pfad nachlesen können und sehen, wo er entlangführt und alle Neuigkeiten erfahren. „Wenn es die Coronabedingungen zulassen, würden wir gerne den Pfad am 6. Juni mit einem Familiengottesdienst eröffnen, ob das klappt, können wir leider aktuell noch nicht sagen“, so die promovierte Agrarwissenschaftlerin. Sonja Berg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.