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Lebendige Region: In zehn Jahren mehr als 500 Ehrenamtliche gewürdigt

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Von: Harald Triller

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Unser Mann für’s Ehrenamt: Der ehemalige WR-Redakteur Harald Triller hat mit Eintritt in den Ruhestand die Rubrik der Porträts übernommen. Sein lokaljournalistischer Erfahrungsschatz sorgt dafür, dass jeden Dienstag das ehrenamtliche Wirken unserer Leser ins rechte Licht gerückt wird.
Unser Mann für’s Ehrenamt: Der ehemalige WR-Redakteur Harald Triller hat mit Eintritt in den Ruhestand die Rubrik der Porträts übernommen. Sein lokaljournalistischer Erfahrungsschatz sorgt dafür, dass jeden Dienstag das ehrenamtliche Wirken unserer Leser ins rechte Licht gerückt wird. © Tobias Stück

Seit fast genau zehn Jahren gibt es unsere Vereinsrubrik „Lebendige Region“. In dieser Zeit haben wir mehr als 500 Ehrenamtlichen in einem Porträt gewürdigt.

Eschwege – Als die WR-Redaktion im März 2012 den Beschluss fasste, mit der Einführung der Rubrik „Lebendige Region“ den Vereinen im Altkreis Eschwege ein Forum auf mehreren Seiten zur besseren Außendarstellung einzuräumen, wurde parallel dazu die Idee geboren, auf der Startseite das Ehrenamt zu würdigen.

Und so wurde zur Premiere der „Lebendigen Region“ am 28. März 2012, also exakt vor zehn Jahren, das erste von mittlerweile 509 Porträts in der WR abgedruckt; die heutige Bilanz ist die Nummer 510.

Die Vorarbeit durch Redaktionsassistentin Alexandra Schuler

Redaktionsassistentin Alexandra Schuler ht den Überblick: Sie führt einerseits bis zum heutigen Tage die Statistik über alle porträtierten Frauen, Männer, Ehepaare, Familien, Gruppen, Stammtische und Vereine in Excel-Tabellen, überwacht den Eingang der Vereinsthemen und erstellt andererseits das Layout, der im Anschluss folgenden Vereinsseiten, die aktuell aufgrund der Pandemie nur sporadisch zustande kommen.

Die Premiere am 28. März 2012

Der Blick zurück verrät, dass gleich zum Auftakt die Wahl auf eine charakterstarke Person fiel, die sich auf vielfache Weise ehrenamtlich einbrachte. Den Vorschlag, Helmut Mengel aus Grebendorf zur Nummer eins zu erklären, brachte unser verstorbener Kollege Dieter „Ditschi“ Möller ein, dem damit auch die Premierengeschichte auferlegt wurde. Zur Erinnerung: Der vor fünf Jahren verstorbene Helmut Mengel erwarb Verdienste als Vorsitzender beim Turn- und Sportverein sowie beim Reit- und Fahrverein in Grebendorf. Der langjährige Handballtorwart übernahm zum 100-jährigen TSV-Bestehen noch einmal organisatorische Aufgaben, akquirierte Sponsoren und war verantwortlich für die Anschaffung des neuen Gedenksteines zu Ehren von Turnvater Jahn. Darüber hinaus engagierte sich Helmut Mengel noch beim Geflügelzuchtverein in Eschwege. Der Kreis hat sich vergangenen Dienstag mit dem Vorzeige-Feuerwehrmann Niklas Manegold in Grebendorf geschlossen. Und, was völlig überraschend daherkommt, der 27-Jährige wohnt seit kurzer Zeit in der Siedlungsstraße, eben da, wo auch Helmut Mengel sein Zuhause hatte.

Einige Ehrenamtliche waren „Wiederholungstäter“

In all den Jahren hat es sich mehrfach ergeben, dass ehrenamtliche Tausendsassas zum „Wiederholungstäter“ wurden. Fakt ist aber, dass es niemals zu einer Dublette kam, sondern der Grund war vielmehr neue ehrenamtliche Verdienste. So wurden insgesamt 21 Frauen und Männer je zweimal porträtiert, dazu gesellte sich das Eschweger Zinnfigurenkabinett (2012 und 2022) in der Kategorie Vereine.

Weitere Hauptdarsteller gesucht

Sie haben einen „Vereinsmeier“ für uns, der es auch verdient hat, porträtiert? Melden Sie sich unter redaktion@werra-rundschau.de. Unser Mann für’s Ehrenamt Harald Triller wird Kontakt zu Ihnen aufnehmen. Der ehemalige WR-Redakteur Harald Triller hat mit Eintritt in den Ruhestand die Rubrik der Porträts übernommen. Sein lokaljournalistischer Erfahrungsschatz sorgt dafür, dass jeden Dienstag das ehrenamtliche Wirken unserer Leser ins rechte Licht gerückt wird.

Als absoluter Leuchtturm ragt Karl Beck aus Datterode heraus. Der 96-jährige Heimathistoriker, der 1987 bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall sein Augenlicht, aber trotzdem nie den Mut verloren hat, stand insgesamt dreimal Rede und Antwort: 2012 als Vorbild des Männergesangvereins „Liederkranz“, dem er bis zur Auflösung (2018) 64 Jahre angehörte. 2017 stellte er sein drittes im Eigenverlag erschienenes Buch vor. Und 2019 lieferte er der WR eine interessante Geschichte über 17 Bürgermeister von Datterode, Netratal und Ringgau.

Fünf Ehepaare haben unabhängig voneinander ein Porträt bekommen

Mit Helga und Helmut Först aus Weidenhausen, Helga und Klaus Gogler aus Herleshausen, Elisabeth und Karl-Otto Stück aus Grebendorf, Ilse und Karl-Wilhelm Trau aus Eschwege sowie Gerda und Karl Sippel aus Sontra sind fünf Ehepaare getrennt in unserer Serie zu finden, acht weitere Ehepaare wie Inge und Werner Eselgrimm wurden in einem Text gemeinsam vorgestellt.

Zwei Familien bildeten ein Dreierpack

Zwei familiäre Dreierpäckchen bescherten uns die Herren Schott aus Aue, Frieda und Niederdünzebach. Vater Horst Schott, der langjährige Kreisfußballwart, machte 2012 den Anfang, seine Söhne Oliver (SG FSA, 2015) und Matthias (Bayernfront Frieda, 2018) folgten auf ihn. An der Seite von Vater Gustav Meurer aus Germerode (2013 und 2021) standen 2022 die Söhne Andreas und Michael.

Kinder treten in die Ehrenamts-Fußstapfen der Eltern

In vielen Familien eifern die Söhne und Töchter ihren Vätern nach oder beerben sie sogar im Ehrenamt. So bei Erhard Franke aus Rambach und Tochter Kirsten-Carolin, bei Helmut und Matthias Mengel sowie Karl-Heinz und Matthias Hehling, jeweils aus Grebendorf. Und auch an dieser Stelle bleibt noch ein Quartett, das seinesgleichen sucht: Mit Armin Schill, Sohn Thomas und den Enkelkindern Jasmin und Lucas engagieren sich gleich vier Familienmitglieder in der Feuerwehr von Abterode.

Übrigens: die erwartete Gesamtzahl von 520 (zehn Jahre mit jeweils 52 Wochen) verhinderten Feiertage. Allerdings kommt die 520 bei der Addition von 381 Männern, 88 Frauen sowie von 51 Vereinen und Gruppen doch noch zum Vorschein. Die Erklärung ist in den Artikeln zu suchen, in denen mehrere Familienangehörige gleichzeitig vorgestellt wurden.

Bilanz nach Gemeinden

Alexandra Schuler hat die Porträtierten nach Städten und Gemeinden sortiert: 117 Ehrenamtliche kamen aus Eschwege, 91 aus Sontra, 75 aus Meinhard, 51 aus Wanfried, 38 aus Ringgau, 35 aus Meißner, 28 aus Wehretal, 25 aus Herleshausen, 19 aus Waldkappel, 13 aus Weißenborn und 12 aus Berkatal. Fünfmal hat die WR im Altkreis Witzenhausen „gewildert“: BSA 3, Lichtenau und Witzenhausen je 1. (Harald Triller)

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