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Lebensgefahr bei „Marke Eigenbau“: Tipps zum sicheren Umgang mit Feuerwerk

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Von: Emily Spanel

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Wenn beim Böllern und beim Feuerwerkszünden etwas schiefgeht, endet das schnell im Krankenhaus. Die Behörden geben deshalb Tipps zum sicheren Umgang mit Feuerwerksartikeln.
Wenn beim Böllern und beim Feuerwerkszünden etwas schiefgeht, endet das schnell im Krankenhaus. Die Behörden geben deshalb Tipps zum sicheren Umgang mit Feuerwerksartikeln. © Roland Weihrauch/dpa

Das Regierungspräsidium gibt Tipps zum sicheren Umgang mit Feuerwerksartikeln.

Werra-Meißner – Aufgepasst beim Umgang mit Silvesterfeuerwerk: Zum Verkaufsstart für Raketen und Böller haben Hessens Behörden vor den Risiken gewarnt und appelliert, vorsichtig zu sein. Bis zum morgigen Samstag, 31. Dezember, dürfen Feuerwerksartikel im Einzelhandel verkauft werden. Die Fachleute beim Regierungspräsidium (RP) Kassel überwachen den Verkauf des Silvesterfeuerwerks im Einzelhandel unserer Region und geben Tipps zum sicheren Umgang mit Feuerwerksartikeln.

Höchstmengen

Zum Schutz von Beschäftigten wie auch Kunden sind der Verkauf und die Lagerung von Feuerwerksartikeln in den Geschäften gesetzlich geregelt. Bestimmte Höchstmengen dürfen nicht überschritten werden. Nur „konformitätsbewertete“ Feuerwerkskörper dürfen in den Handel gelangen und verwendet werden. Das heißt: Diese Feuerwerkskörper sind mit einer offiziell vergebenen Registriernummer und mit dem CE-Zeichen, gefolgt von einer vierstelligen Nummer, gekennzeichnet. Das sieht zum Beispiel so aus: 0489-F2-1234, CE 0489. Jede Verkaufsstelle muss in Hessen rechtzeitig dem zuständigen Regierungspräsidium schriftlich anzeigen, wenn sie Feuerwerkskörper verkaufen will. Verstöße gegen Anzeige- und Aufbewahrungspflichten können mit Geldbußen von bis zu 50 000 Euro geahndet werden.

Kategorien

Für das Silvesterfeuerwerk werden Feuerwerkskörper der Kategorie F2 und der Kategorie F1 angeboten. Feuerwerkskörper der Kategorie F2 dürfen nur an Erwachsene verkauft und nur von Erwachsenen abgebrannt werden. Zu den Feuerwerkskörpern der Kategorie F1 gehören beispielsweise Knallerbsen, Wunderkerzen, Knallteufel oder Silberregen. Diese Artikel dürfen nicht an Personen unter zwölf Jahren verkauft werden. Eltern sollten ihre Kinder diese „Knaller“ aber sicherheitshalber nicht ohne Aufsicht abbrennen lassen.

Sicherheitsabstand

Generell gilt: Die Silvesterknallerei ist immer auch gefährlich. Raketen, Böller und Knaller sind pyrotechnische Gegenstände, die explosionsgefährliche Stoffe enthalten. Bei Feuerwerk der Kategorie F2 ist in der Regel ein Sicherheitsabstand von mindestens acht Metern einzuhalten. Damit die Freude am Feuerwerk nicht getrübt wird, sollten Verbraucher vor Gebrauch unbedingt die Gebrauchsanleitung lesen und die Warnhinweise beachten. Weiterhin weisen die RP-Fachleute darauf hin, dass auch in diesem Jahr das Abbrennen von Feuerwerk an vielen publikumsträchtigen öffentlichen Orten sowie in der Nähe von zum Beispiel Krankenhäusern oder Pflegeheimen verboten ist. Näheres hierzu regeln die Kommunen selbst.

Unfallrisiko

Ausdrücklich wird davor gewarnt, Feuerwerksartikel zweifelhafter Herkunft aus dem Internet zu bestellen. Leider kam es in diesem Zusammenhang in den vergangenen Jahren immer wieder zu schwersten Unfällen. Auf diversen Seiten werden oftmals im Ausland pyrotechnische Gegenstände angeboten, die in Deutschland unter die Erlaubnispflicht fallen würden und nur von Profipyrotechnikern verwendet werden dürfen.

Auch das Herstellen und Verwenden von Feuerwerkskörpern „Marke Eigenbau“ ist lebensgefährlich und strafbar.

Die alljährlich zu beklagenden Unfälle mit diesen Explosivstoffen zeigen die oft verheerende Wirkung: Splitter und andere Wurfstücke werden zu gefährlichen Geschossen und immer wieder kommt es zu Verbrennungen und Verstümmelungen, die Bastler oder Unbeteiligte ihr Leben lang zeichnen. (Emily Hartmann)

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