Liesel Weißenborn bietet selbst gebastelte Weihnachtskrippen ihres verstorbenen Mannes zum Verkauf an

Mit Leidenschaft und Liebe zum Detail

Insgesamt neun handgefertigte Weihnachtskrippen unterschiedlicher Größe und eine fünfstöckige Weihnachtspyramide möchte Liesel Weißenborn in gute Hände geben.

Seit sieben Jahren fristen sie gut eingepackt ein einsames Dasein auf dem Dachboden. Nun sollen die mit viel Liebe zum Detail versehenen Krippen wieder das ein oder andere Kinderlächeln hervorzaubern. „Es ist einfach viel zu schade, die in unzähligen Stunden von ihrem Mann gebastelten Weihnachtskrippen auf dem Dachboden zu belassen“, sagte Weißenborn.

Ihr Mann, der vor sieben Jahren verstorben ist, war leidenschaftlicher Hobbybastler, der sich auf Holzarbeiten spezialisiert hatte. „An manchen Tagen habe ich ihn nur zum Essen und beim „zu Bett gehen“ gesehen. Denn wenn er mal was angefangen hatte, musste es auch zügig fertig werden“, berichtete Weißenborn.

Jede Krippe ist einzigartig

Dabei hatte er immer neue Ideen, wie er die Krippe gestalten wollte. So hatte er die Krippe mal mit Fachwerk versehen, bei einer anderen einen Teil mit Kieselsteinen ausgemauert oder eine Krippe in moderner abgerundeter Form hergestellt. Auch wenn alle Krippen unterschiedlich sind, haben sie doch eins gemeinsam: Sie sind individuell und mit viel Liebe und Leidenschaft geschaffen. Bei jeder Krippe gibt es etwas anderes zu entdecken. Ist es bei der einen Krippe der Esel, der versteckt im Stall steht, ist es bei einer anderen der Brunnen vor dem Stall, ein versteckter Holzstapel oder Reiserbesen und Sense, die am Stall angelehnt sind. „Auch die Figuren hat mein Opa teilweise selbst gefertigt“, sagte Enkel Björn Künzel. So beispielsweise auch bei der fünfstöckigen Weihnachtspyramide, wo auf der unteren Etage die heiligen drei Könige ihre Runden drehen und weiter oben drei Englein mit der Flöte zu bewundern sind. „Das ist schon ein wahres Kunstwerk“, sagte Künzel. Damit er noch feingliedriger basteln konnte, hatten sie ihm gemeinsam vor einiger Zeit zu Weihnachten eine Dekupiersäge geschenkt. Auch das Schnitzwerkzeug wurde immer erweitert, sodass er mit der Zeit immer filigraner arbeiten konnte.

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„Mein Mann hat aber nicht nur die Krippen und Weihnachtspyramiden gebaut“, sagte Weißenborn. Auch Wand- und Deckenschmuck aus Holz, zwei dekorative Holz-Adventskränze und verschiedenes Steckspielzeug schmücken ihre Wohnung. Ebenso hat er zahlreiches Holzspielzeug für seine insgesamt vier Urenkel selbst gebastelt. Wenn einer einen Wunsch hatte, ist er sofort in seine Werkstatt und erst wieder hochgekommen, wenn der Prototyp fertig war. So hat er für sie unter anderem auch ein großes Holzpferd, ein Schaukelmotorad, einen Oldtimer mit vielen Details und zahlreiche Autos aus Holz gebaut. Aber auch praktische Sachen hat er repariert. „Einmal ist der Griff der Schere kaputt gegangen, da hat Opa die Schere einfach mit einem Holzgriff versehen“, erinnert sich Enkel Björn Künzel. Er hatte einfach für alles eine Lösung aus Holz. „Es sind schöne Erinnerungsstücke, aber von einigen Sachen möchte ich mich jetzt doch trennen“, sagt Liesel Weißenborn und hofft dass die eine oder andere Krippe zu Weihnachten schon andere Kinder erfreuen kann.

Von Hartmut Neugebauer

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