Aktion der Landwirte

Lichterfahrt mit Traktor: Breitzbacher Familie Stöhr bringt einen Funken Hoffnung

Hunderte Lichter schmücken den Traktor der Familie Stöhr. Um einen Funken Hoffnung in die dunkle Jahreszeit zu bringen, ist das Quartett in den Herleshäuser Ortsteilen unterwegs – auch heute.
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Hunderte Lichter schmücken den Traktor der Familie Stöhr. Um einen Funken Hoffnung in die dunkle Jahreszeit zu bringen, ist das Quartett in den Herleshäuser Ortsteilen unterwegs – auch Heiligabend.

Mit ihrem in der Dunkelheit leuchtenden Traktor ist die Familie an den zurückliegenden Adventssonntagen aufgebrochen zu einer Tour durch die Herleshäuser Ortsteile.

Breitzbach – Einen Funken Hoffnung in die dunkle Jahreszeit bringen, die Sorgen und Ängste der Coronapandemie einen Moment vergessen machen – nichts weniger haben Eckhard und Britta Stöhr mit ihren Söhnen Johannes, Henrik und Andreas aus dem Herleshäuser Ortsteil Breitzbach geschafft.

„Das war schon herzergreifend, die Freude der Menschen zu erleben“, sagt Eckhard Stöhr. Angekündigt haben sie ihre Besuche vorher nicht, standen gar „als Überraschungsgäste nach den abendlichen Gottesdiensten vor der Kirche“, sagt der Breitzbacher lachend. Die Reaktion: Staunende Blicke, strahlende Kinder mit Fotowünschen und viel Lob für die Aktion, die einen durchaus ernsten Hintergrund hat.

Zur Teilnahme an der Aktion „Ein Funken Hoffnung“ hat der Verein „Land sichert Versorgung“ (LSV) Landwirte aus ganz Deutschland aufgerufen. Weihnachtliche Lichterfahrten hatte es bereits im vergangenen Jahr gegeben; diesmal sollte ein besonderer Fokus auf dem Hochwassergebiet Ahrtal liegen.

Mit einem an ihrem Traktor angebrachten Transparent sendeten die Stöhrs, Landwirte im Nebenerwerb, noch eine andere wichtige Botschaft: Ohne die Landwirtschaft geht es nicht. „In der Coronakrise, auch als es Lieferengpässe in allen Bereichen gab und die Regale leer waren, haben wir Landwirte weiterhin unsere tägliche Arbeit getan und die Lebensmittelversorgung sichergestellt“, erklärt Eckhard Stöhr. Spätestens seit der Flutkatastrophe Mitte des Jahres sei deutlich geworden, dass auf die deutschen Landwirte Verlass sei. Auch heute, an Heiligabend, soll der Stöhr’sche Traktor mit hellem Lichterglanz und aufrüttelnder Botschaft wieder unterwegs sein – immer vorausgesetzt, das Wetter hält sich. Die Kirchen in den Ortsteilen Unhausen, Nesselröden und Breitzbach sind das Ziel: Die Gottesdienste werden hier im Zeitversatz von jeweils einer Stunde gefeiert. „Das passt gut“, sagt der Breitzbacher, der mit seiner Familie gern weiterhin einen Funken Hoffnung in die Welt tragen würde.

Um einen Funken Hoffnung in die dunkle Jahreszeit zu bringen, ist das Quartett in den Herleshäuser Ortsteilen unterwegs – auch Heiligabend.

„Schön wäre es, wenn diese Aktion Nachahmer findet und es im kommenden Jahr eine leuchtende Traktor-Parade durch den ganzen Werra-Meißner-Kreis gibt“, wünscht sich Eckhard Stöhr. „Etwas Aufmunterung, Freude und natürlich Hoffnung kann doch schließlich jeder gut gebrauchen.“ (Emily Hartmann)

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