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Lifecoach Reiner Henzemuth gibt Tipps, wie es mit den Neujahrsvorsätzen klappt

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Von: Theresa Lippe

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Im neuen Jahr mehr Sport zu treiben, ist ein beliebter Neujahrsvorsatz.
Im neuen Jahr mehr Sport zu treiben, ist ein beliebter Neujahrsvorsatz. © IMAGO/Michael Gstettenbauer

Neues Jahr, neues Ich: Neujahrsvorsätze gehören zu Silvester wie Feuerwerk und Dinner for One. Alle wollen das Beste aus sich und dem neuen Jahr machen. Doch häufig scheitern die guten Vorsätze schon nach wenigen Tagen.

Werra-Meißner – Beim optimistischen Planen der Neujahrsvorsätze gerät häufig einer in Vergessenheit: der innere Schweinehund. Bekanntermaßen ist dieser schwer zu überwinden. Doch warum fällt es so schwer, gute Vorsätze umzusetzen? Lifecoach Reiner Hennemuth aus Bad Sooden-Allendorf hat seine Praxis im Co-Working-Space Kompass Werra-Meißner in Eschwege und gibt Tipps, wie es besser mit den guten Vorsätzen fürs neue Jahr klappt.

Gewohnheit überwinden, gute Vorsätze umsetzen

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, weshalb es einfach sei, dem Alltagstrott zu erliegen. „Ein Neujahrsvorsatz ist immer mit Veränderung verbunden – diese vollziehen sich aber nicht über Nacht und brauchen Zeit“, weiß Hennemuth.

„Menschen verlieren sich schnell wieder im bekannten Alltag, weil der bequemer ist.“ Eine Veränderung – beispielsweise mit dem Rauchen aufzuhören – sei ein Prozess, dem man ausreichend Zeit einräumen müsse. „Die Menschen wollen zu schnell zu viel und das führt zu Frust“, sagt der Coach.

Gute Vorsätze ließen sich nicht von heute auf morgen perfekt leben. „Außerdem ist es wichtig, dass sich die Menschen bewusst machen, welche Auswirkung der erfüllte Vorsatz und auch der Weg dahin auf ihr Leben hat.“ Das müsse nämlich nicht immer positiv sein.

Konkrete Ziele sind wichtig

Um Neujahrsvorsätze erfolgreich umzusetzen, bedarf es konkreter Ziele, so Hennemuth. „Ich empfehle kleine Ziele zu setzen, die nicht zu schwer erreichbar sind. So kommt es zu einem Erfolgserlebnis und man kann, wenn gewollt, das nächste kleine Ziel in Angriff nehmen.“ Wer lieber große Ziele stecken möchte, solle diese in kleine Zwischenziele aufsplitten und in Etappen auf das Endziel hinarbeiten.

Flexibilität bei der Umsetzung der Neujahrsvorsätze

„Um auf das Beispiel mit dem Rauchen zurückzukommen – nehmen Sie sich beispielsweise erstmal vor, nicht mehr im Auto zu rauchen oder wenn die Kinder dabei sind, statt den Konsum von 100 auf null runterzuschrauben.“

Fehler zulassen ist in Ordnung

„Lieber unperfekt anfangen, als perfekt warten“, sagt der Coach über das Umsetzen von Neujahrsvorsätzen. Es sei ganz wichtig, sich in dem Prozess der Veränderung auch Raum für Fehler einzuräumen. „Lassen Sie sich nicht von Fehler zurückwerfen. Nur weil es einen Tag nicht geklappt hat, bedeutet das nicht, dass es am nächsten nicht doch wieder funktioniert.“ Aufstehen und weitermachen, rät Hennemuth.

Externe Hilfe kann motivieren

„Viele Menschen scheuen davor, bei Veränderungsprozessen um Hilfe von außen zu fragen“, weiß der Experte. „Haben Sie sich vorgenommen abzunehmen? Dann sprechen sie mit Freunden oder Nachbarn – vielleicht hat jemand den gleichen Plan und sie können gemeinsam zum Sport gehen und zusammen Erfolge feiern.“ Zu zweit sei die Motivation für Veränderung oft größer, als alleine.

Statistik der Neujahrsvorsätze

Eine Umfrage der Plattform statista.de zeigt, dass 49 Prozent der Deutschen sich für das neue Jahr vorgenommen haben, sich gesünder zu ernähren. Auf Platz zwei (48 Prozent) liegt der gute Vorsatz, mehr Sport zu treiben. Platz drei der Vorsatz, mehr Geld zu sparen (46 Prozent). Aber auch Vorsätze wie mehr für die Umwelt zu tun und Klassiker wie weniger Alkohol zu trinken und mit dem Rauchen aufzuhören, sind unter den Top 10 vertreten. (Theresa Lippe)

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