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Lösung für Fabrikgelände in Sontra gefunden

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Von: Julia Henniges

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Über die Nutzung des Geländes freuen sich (von links) Lars Kleeberg von der Wirtschaftsförderung, Peter Borosky (Bo-Systems) und Bürgermeister Thomas Eckhardt.
Über die Nutzung des Geländes freuen sich (von links) Lars Kleeberg von der Wirtschaftsförderung, Peter Borosky (Bo-Systems) und Bürgermeister Thomas Eckhardt. © privat

Wie soll es mit dem großen Fabrikgelände an der Bahnhofstraße in Sontra weitergehen? Diese Frage beschäftigten Stadt, Eigentümer und Wirtschaftsförderung. Und nun gibt es eine Lösung.

Sontra – Die Firma Bo-Systems Natural Fiber Systems GmbH aus Sontra wird dort produzieren. Ab Mitte April soll vor Ort gearbeitet werden. Die Firma ist laut Wirtschaftsförderung Werra-Meißner der weltweit führende Spezialist in der Entwicklung und Herstellung von Naturfasermatten aus nachwachsenden Rohstoffen.

Geschäftsführer Peter Borowsky hat die Fläche von etwa 40 000 Quadratmetern komplett gemietet. Die Produktion findet in einem Teilbereich statt, die restliche Fläche soll an andere Firmen weitervermietet werden. Erste Interessenten gibt es schon.

„Mit der Nachricht, dass die Bo-Systems in Kürze am Standort ihre Produktion wieder betreiben wird, ist mir wahrlich ein Stein vom Herzen gefallen“, sagt Bürgermeister Thomas Eckhardt. Im vergangenen Jahr gab es einen Ortstermin mit Vertretern des Eigentümers – einem Unternehmen, das zu einem chinesischen Konzern gehört –, der Stadt Sontra und der Wirtschaftsförderung. Der Eigentümer wollte das Areal verkaufen, außerdem sollte ein Nutzungskonzept erstellt werden, um Ideen aufzuzeigen, wie es mit dem Gelände weitergehen könnte.

Erste, grobe Vorstellungen gab es: „Von der Erhaltung als Produktionsstandort bis hin zu einem kleinteiligen Gewerbegebiet, in dem ein attraktives Zusammenleben und -arbeiten möglich gemacht werden soll, ist alles dabei“, hieß es damals in einer Mitteilung. Mit dem Einzug der Produktionsstätte ist die Weiternutzung gesichert, die Erstellung des Nutzungkonzepts hinfällig. Ein sogenannter „Lost-Place“ mitten in Sontra wird damit nicht entstehen.

Rückblick: Mit der Gründung der Lignotock GmbH im Jahr 1970 waren in der Firma zu Hochzeiten mehr als 1000 Menschen beschäftigt. Dort wurden für Automobilhersteller Fahrzeugteile produziert. Doch die Krise in der Automobilindustrie belastete auch den Standort in Sontra – es kam zu Betriebsschließungen und -übernahmen. Zuletzt war Nafatec am Standort aktiv – Mitte 2020 begann das Insolvenzverfahren, der Betrieb musste schließen. (Von Julia Stüber)

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