Klärungsprozess

Ludwigstein: Bünde bleiben für ein Jahr vor dem Burgtor

Burg Ludwigstein. Die Bünde und Verbände der Jugendbewegung werden für die kommenden zwölf Monate aus der Burg Ludwigstein verbannt. Das haben die Verantwortlichen der verschiedenen auf der Burg beheimateten Institutionen einvernehmlich beschlossen.

Mit diesem Schritt soll weiterer Image- und wirtschaftlicher Schaden vom Ludwigstein und dem Burgbetrieb abgewendet werden, der bereits entstanden sei. Grund dafür sind die vor zwei Wochen bekannt gewordenen Vorwürfe, dass sich die Burg zum geduldeten Treffpunkt von Rechtsextremisten entwickele.

„Wir schließen die Bünde nicht aus, weil sie unter Verdacht stehen, sondern weil wir die Zeit und den Raum brauchen, den Begegnungsort neu zu definieren“, sagen der Stiftungsvorstand, der Vorsitzende des Kuratoriums und die Vereinigung Jugendburg Ludwigstein (VJL), der Geschäftsführer der Jugendbildungsstätte sowie der Burgbetriebsleiter einvernehmlich. Allen weiteren Gästen stehe die Burg als Beherbergungsbetrieb und Tagungsort weiterhin in vollem Umfang zur Verfügung.

Ziel des Beschlusses ist, die seit einigen Jahren geführte Debatte über das Konzept der offenen Burg nach außen zu verlegen. Die auf dem Ludwigstein engagierten Bünde werden aufgerufen, ihren Konflikt um die Jugendburg zu kären und „einvernehmlich festzulegen, unter welchen Voraussetzungen die Burg Ludwigstein auch in Zukunft wieder die Begegnungsstätte der Jugendbewegung sein kann“, appellieren die Verantwortlichen.

Die Übernachtungen durch Mitglieder der Bünde auf dem Ludwigstein machen rund 15 Prozent aus und erfolgen hauptsächlich auf dem großen Zeltplatz, neuerdings mit Nutzung des neuen Enno-Narten-Baus.

Für den Klärungsprozess stellt die Vereinigung Jugendburg den Bünden sogar Geld zur Verfügung.

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Von Stefan Forbert

Rubriklistenbild: © Per Schröter

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