Männer ließen Hüllen fallen

Weiberfasching in Mehrzweckhalle Fürstenhagen

Politisch: Pääreschwänze präsentieren griechische Tänze. Foto:  znb

Fürstenhagen. Warmlaufzeit - was ist das? Die über 300 Mädels beim Weiberfasching in der Mehrzweckhalle in Fürstenhagen ließen sich nicht lange bitten.

Sie klatschten und tanzten von Anfang an mit „Full Power“ auf den Stühlen und ließen ihren Gefühlen freien Lauf.

Zuerst wurde ihnen von Simone Christl das YMCA abverlangt, ehe sie beim Tanz von Moderator Thomas Reiß mit seinem beweglichen Becken die ersten Kreischgeräusche von sich gaben. Aber es sollte noch besser kommen. Als zehn Cowboys aus dem benachbarten Hopfelde nach Westernliedern über die Bühne rockten und zwischendurch mit ihren Hinterteilen wackelten, waren die Mädels in bester Feierlaune. Getoppt wurden die Cowboys von zwei jungen Männern, die in Kapitäns- oder Polizeiuniform ihre Körper in Wallung brachten und nach der berühmten Joe-Cocker-Melodie einen Strip vom Feinsten hinlegten. Als Krönung holten sie noch zwei gut aussehende Damen aus dem Publikum, die bei dem Treiben aus nächster Nähe nicht nur zuschauen, sondern auch mitwirken durften, ehe sie dann die Augen verbunden bekamen. Mit Sprühschaum in der Hand durften sie dann die muskulösen Oberkörper der beiden Männer abtasten, ehe sie ein Gummiteil zu fassen bekamen.

Aber auch die Jungs vom Nachbarverein lieferten eine bühnenreife Queen-Tanzshow mit Freddy Mercury als Hauptfigur ab. Zwischendrin heizte Moderator Thomas Reiß die Stimmung immer wieder an und ließ die Frauen singen: „Nur wir Mädels in der Halle, das ist schön, ob arm oder reich, in der Halle sind sie alle gleich.“ Von den Mixed Pickles wurden die Damen auf eine Traumreise vom Lossestrand in die Weltmeere geschickt. Mit Masken gab sich zunächst der Papst sehr tänzerisch, ehe Santiano ein paar Seemannslieder abrockte, Jürgen Drews seine Ballermann-Lieder sang und eine Zumba- und Zaubervorführung gegeben wurde. Auch das Männerballett aus Baunatal mit Tanzvorführungen in Märchenkostümen, die Wonneproppen aus Lohfelden, zwei bewegliche Tanzmatronen und die „Pääreschwänze“ in Tracht der alten Griechen sorgten für gute Stimmung. Die Unglaublichen, die Sprachlosen, die Glücksbringer, das Männerballet und die Prinzengarde und das Tanzmariechen Claudia Linge trugen zu einer mehr als gelungenen vierstündigen Weiberfastnachtsfete bei, die den Damen einiges an Stehvermögen abverlangte. (znb)

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