Margot und Klaus Jaeger blicken auf 60 Ehejahre

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Unzertrennlich: Margot und Klaus Jaeger in ihrem Lebenswerk, der Witzenhäuser Filiale ihrer drei Möbelhäuser. Ebenfalls Teil der Familie und besonders mit seinem Herrchen verbunden ist Cocker Robby, der ihm auf Schritt und Tritt folgt.

Witzenhausen. Enorm erfolgreich, aber dennoch bescheiden und bodenständig sind nur einige Attribute, mit denen man das Unternehmerpaar Margot und Klaus Jaeger aus Witzenhausen beschreiben könnte.

Der Name Jaeger ist in Witzenhausen untrennbar verbunden mit der langen Geschichte des gleichnamigen Möbelhauses. Wie sollte es also anders sein, dass auch die 60 Ehejahre, auf die Margot und Klaus Jaeger kürzlich zurückblickten, ganz eng mit der Firmengeschichte verbunden sind. Denn ihre Liebe begann Anfang der 50er-Jahre.

Klaus, der gerne mit dem Auto fuhr und bereits in der Möbelfabrik des Familienunternehmens arbeitete, war mit seinem Borgward in Göttingen und besuchte eine der ersten Versammlungen des ADAC. Dort fiel ihm ein junges hübsches Mädchen auf, die hatte eine „so schön lockere Klappe“, sagt der 85-Jährige lachend. Beim Rausgehen half er ihr in den Mantel und erkundigte sich natürlich, wer denn das Mädchen sei. Es war Margot - und sie arbeitete bei den Eltern im Groner Hof.

Immer Bratkartoffeln

Dorthin wiederum führte Klaus der Weg nach Kundengesprächen, „da habe ich immer Bratkartoffeln bekommen.“ Nach vielen Portionen Bratkartoffeln und Treffen wurden die beiden ein Paar, heirateten am 16. Juli 1955.

Margot stieg mit ein ins Möbelgeschäft und bekam die beiden Söhne Harald und Bernd, letzterer führt heute erfolgreich das Unternehmen mit Möbelhäusern in Witzenhausen, Göttingen und Oberdorla. 1960 baute das Paar am Johannisberg – die Kirschenstadt jemals zu verlassen, sei nie in Frage gekommen: „Die Familie Jaeger gibt es hier schon seit 300 bis 400 Jahren“, sagt der 85-jährige Klaus.

Ständige Umbauten und Erweiterungen der Möbelhäuser prägten einen Großteil des beruflichen und privaten Lebens der Jaegers, die „jeden Pfennig“ in den Betrieb mit 120 Mitarbeitern gesteckt haben. „Respekt und Verantwortung für Kinder und das Unternehmen“ nennen beide als Rezept für ihre funktionierende Ehe.

Aber auch die Tatsache unterschiedlicher Aufgaben – sie war für den Einkauf, er für den Rest der Firma verantwortlich, sei eine „gute Entscheidung gewesen, denn wir haben uns nie gestritten“, sagt die ebenfalls 85-jährige Margot.

Engagiert in Vereinen

Bei allem beruflichen Erfolg haben beide aber nie ihre Mitmenschen vergessen, gaben großzügig, wann immer es ging. Bekannt sind sie auch für ihr Engagement in fast allen Vereinen der Kirschenstadt und Klaus, weil er nie ohne Stock und den geliebten „Gesundheits-Apostel“ Cocker Robby anzutreffen ist.

Wünsche, außer Gesundheit, haben sie fast keine, „unsere sechs fantastischen Enkelkinder sind das schönste Geschenk“, sagt Margot und geht lächelnd mit Ehemann Klaus Richtung Ausgang ihres Lebenswerkes, in dem beide immer noch zeitweise aktiv sind.

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