Margret Brill seit 17 Jahren im Country-Fieber

Mit viel Liebe hergerichteter Bauwagen: Margret Brill, Vorsitzende des Country- und Westernclubs Border Town Herleshausen, auf der Treppe vor dem Vereinsheim der besonderen Art. Foto: Spanel

Herleshausen. Lagerfeuerromantik, Konzertbesuche und regelmäßige Reisen zu Country-Camps - das amerikanische Lebensgefühl zieht Margret Brill seit mehr als 20 Jahren in ihren Bann.

„Verbunden mit der eingeschworenen Gemeinschaft, wie sie in Herleshausen gepflegt wird, möchte ich darauf nicht verzichten“, sagt die 52-jährige Brill. Seit nunmehr 17 Jahren sitzt sie dem Country- und Westernclub Border Town Herleshausen vor - und das aus Leidenschaft.

„Viel Herzblut“ stecke in der Vereinsarbeit, sagt Brill und lächelt. Gruppenfotos der insgesamt 23 Mitglieder zieren die Wände ihres Hauses, und auch die clubeigene Fahne mit dem stilisierten Geier als Vereinsemblem überwintert bei der engagierten Herleshäuserin. Der groß darauf abgedruckte Name „Border Town“ (englisch für Grenzstadt) beziehe sich auf Herleshausen, sagt Brill: „Als ehemaliger Grenzort war der Ort einst das Nadelöhr mit dem einzigen hessischen Straßenübergang zur damaligen DDR.“

Eine Rarität im Kreis 

Zusammengefunden haben sich die ersten selbsternannten Herleshäuser Cowboys am 8. Mai 1992 - damals noch ohne Margret Brill. Sie stieß erst kurze Zeit später hinzu: „So ein Club ist eine Rarität im gesamten Werra-Meißner-Kreis, und natürlich hat sich die Gründung schnell herumgesprochen“, sagt die Mutter eines Sohnes.

Eine Leidenschaft für Country-Musik habe sie schon immer gehegt - Garth Brooks, Willy Nelson und Johnny Cash sind nur einige ihrer Lieblingsmusiker. Eine Mitgliedschaft lag also nahe. „Ein erklärtes Ziel unserer Gruppe ist es auch, das Liedgut der Country-Music zu pflegen“, sagt Brill. Gemeinsam besuchen die 23 Mitglieder auch Konzerte - zum Beispiel die der deutschen Country-Band Truck Stop. Daneben gehören regelmäßige Vorträge über die Erschließung des nordamerikanischen Kontinents und zu den Indianerstämmen fest zum Vereinsleben dazu.

Ausgebauter Bauwagen 

Die 23 Mitglieder, allesamt fest mit Herleshausen verwurzelt, treffen sich regelmäßig alle 14 Tage - und das an einem ganz besonderen Ort: „Wir haben ein Stück Land von Alexis Prinz von Hessen gepachtet“, sagt Brill, „und einen darauf stehenden Bauwagen zu unserem Vereinsheim umfunktioniert.“ Mit viel Liebe zum Detail wurde der Wagen mit dunklem Holz verkleidet und der Innenraum urig und gemütlich ausgestaltet. Indianerschmuck findet sich hier ebenso wie Fotomaterial aus 23 Jahren Vereinsgeschichte. Auf dem Vorplatz werden im Sommer regelmäßig Lagerfeuer veranstaltet.

„Die Treffen verlaufen völlig unkompliziert und ohne jeglichen Zwang“, sagt Brill, die im Sekretariat einer Bank arbeitet. „Aus einem Verein ist im Laufe der Zeit eine Familie geworden - und wir alle wissen zu schätzen, was wir aneinander haben.“ So soll es auch in Zukunft weitergehen - „denn unser Club ist einfach etwas Besonderes“.

 

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