Eingerüstet bis zum Turm

Bis zum Sommer wird die Westfassade der Eschweger Marktkirche gründlich saniert

Eingerüstet: Die westliche Fassade der Eschweger Marktkirche ist bis auf Turmhöhe seit Beginn der Woche mit einem Gerüst versehen. Die bröckelnde Sandsteinfassade muss saniert werden.
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Eingerüstet: Die westliche Fassade der Eschweger Marktkirche ist bis auf Turmhöhe seit Beginn der Woche mit einem Gerüst versehen. Die bröckelnde Sandsteinfassade muss saniert werden.

Eschweges ältestes Gotteshaus, die Marktkirche, wird bis voraussichtlich August dieses Jahres saniert werden. Seit Anfang dieser Woche steht ein turmhohes Gerüst an der westlichen Fassade der Kirche.

Eschwege - „Die Sandsteinfassade muss saniert werden“, sagt Pfarrerin Sieglinde Repp-Jost. Betroffen ist vor allem auch der aus dem 13. Jahrhundert stammende Turm – der älteste Teil der Kirche.

Bereits vor drei Jahren sei es an der Westseite zu Steinschlag gekommen, der Sandstein war bereits an verschiedenen Stellen ausgebessert worden. Inzwischen jedoch hatte die Witterung viele Schadstellen wieder ausgewaschen.

Eine in der Nähe von Paderborn ansässige Firma, die auf die Restauration historischer Natursteinfassaden spezialisiert ist, hat die gesamte Westfassade der Marktkirche kartiert und die Schwachstellen im Gemäuer lokalisiert. Nun sollen in den kommenden Monaten ganze Sandsteinquader ausgetauscht werden, Schadstellen ausgebessert und die Steine neu befestigt beziehungsweise neu verfugt werden.

Sanierung der Westfassade kostet 175.000 Euro

Kosten wird die Sanierung der Westfassade nach Auskunft der Pfarrerin 175 000 Euro, die sich aus Zuschüssen der Landeskirche, des Kirchenkreises Werra-Meißner und aus Rücklagen der Gemeinde zusammensetzen. Bedauerlicherweise habe der Denkmalschutz sich nicht an der Finanzierung beteiligen wollen, so Sieglinde Repp-Jost.

Während der mehrmonatigen Sanierungsarbeiten bleibt das westliche Hauptportal der Marktkirche aber weiterhin für Besucher der Gottesdienste sowie von Veranstaltungen zugänglich.

Das Gotteshaus inmitten von Eschwege ist das älteste der Stadt. Der Turm stammt aus dem dreizehnten Jahrhundert. 1521 – also vor exakt 500 Jahren – wurde das Gewölbe fertiggestellt. Die Reformation, so Sieglinde Repp-Jost, sei 1527 eingeführt worden. 1637 wurde die Marktkirche durch Feuer weitgehend zerstört, später wieder aufgebaut und zuletzt vor einigen Jahren mit großem Aufwand renoviert. Dabei verzichtete die Kirchengemeinde auf eine feste Bestuhlung im Kirchenschiff. „Das ist flexibler und hat viele Vorteile“, sagt die Pfarrerin. Von Stefanie Salzmann

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