Vorlesewettbewerb

Matthis liest am sichersten: Sieben Schüler waren beim Kreisentscheid mit dabei

Haben in den Räumen der Brüder-Grimm-Schule den Vorlesewettbewerb verfolgt: (von links) Sabrina Hoberock-Liese, Heiko Striening, Tobias Stück, Uwe Heinemann und Simone Döring. Aus dem eigenen Büro hat Eberhard Hohlbein die Jury komplettiert.
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Haben in den Räumen der Brüder-Grimm-Schule den Vorlesewettbewerb verfolgt: (von links) Sabrina Hoberock-Liese, Heiko Striening, Tobias Stück, Uwe Heinemann und Simone Döring. Aus dem eigenen Büro hat Eberhard Hohlbein die Jury komplettiert.

Ist die Aussprache deutlich, das Tempo angemessen, sind die Pausen stimmig? Und wie schwierig ist die ausgewählte Textstelle und passt sie in den Zusammenhang der Geschichte?

Eschwege - Diese und noch einige mehr Kriterien musste die Jury beim Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs 2020/2021 beachten. Am besten an die Kriterien hat sich am Ende Matthis Bruns von der Johannisbergschule in Witzenhausen gehalten.

Wie so vieles in diesem Jahr war auch dieser Vorlesewettbewerb ganz anders. Die Schüler zeichneten ihre Lesevorträge auf Video auf. Drei Minuten reine Lesezeit stand ihnen zur Verfügung. Die Jury entschied anhand der eingereichten Clips. Das Lesen eines Fremdtextes entfiel in diesem Jahr.

Am besten machte seine Sache nach Einschätzung der Jury, die aus Buchhändler Uwe Heinemann, Schulelternbeirat Sabrina Hoberock-Liese, WR-Redaktionsleiter Tobias Stück und Eberhard Hohlbein vom Staatlichen Schulamt bestand, Matthis Bruns, der aus dem Buch „Eragon, das Vermächtnis der Drachenreiter“ von Christopher Paolinis vorlas.

Bei ihm überzeugte in erster Linie seine einwandfreie Lesetechnik, die anhand der Kriterien der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des deutschen Buchhandels in diesem Jahr stärker berücksichtigt werden sollte. Unaufgeregt und flüssig, dazu mit der richtigen Betonung las er aus dem teils anspruchsvollen 736 Seiten starken Buch, das für Jugendliche im Alter von zwölf bis 15 Jahren empfohlen wird.

Ebenfalls teilgenommen haben Jule Stebner von der Brüder-Grimm-Schule in Eschwege, Maxime Hennemuth von der Anne-Frank-Schule in Eschwege, Jona Hildebrand von der Freiherr-vom-Stein-Schule in Hessisch Lichtenau, Julia Bremser von der Rhenanus-Schule in Bad Sooden-Allendorf, Gustav Polynskiy von der Freien Waldorfschule Werra-Meißner in Eschwege und Amanda Skowronnek von der Südringgauschule Herleshausen

Der deutschlandweite Vorlesewettbewerb richtet sich an Schüler der sechsten Klassen. Bei der 62. Auflage in diesem Jahr haben rund 350 000 Schüler von 4300 Schulen im ganzen Land mitgemacht.

„Nach einem schleppenden Start sind wir sehr froh, dass sieben Schulen aus dem Kreis in dieser besonderen Situation ihre Bereitschaft zur Teilnahme erklärt haben“, sagt Simone Döring von der Fachberatung Deutsch des Staatlichen Schulamts. Für alle sieben Schüler gab es am Freitag eine Urkunde und einen Buchpreis.

Matthis Bruns wird den Werra-Meißner-Kreis jetzt beim Bezirksentscheid im März/April vertreten. Das Bundesfinale findet voraussichtlich im Juni in Berlin statt. (ts)

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