Dreharbeiten im Sommer

Grenzöffnung: Herleshausen Mittelpunkt in MDR-Doku - Grenzenlos seit 30 Jahren

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Im Herleshäuser Rewe-Markt: (von rechts) Wolfgang Maenz mit Helmut Schmidt und Wolfgang Stumph.

Herleshausen ist der Hauptprotagonist in einer Dokumentation des MDR anlässlich des  30-jährigen Jubiläums der Grenzöffnung. 

Herleshausen – Fotografien sind es, die die Zeit überdauern. Fotografien sind es, die an persönliche, ja unvergessliche Geschichten erinnern, die möglicherweise bis heute nie erzählt wurden. Auf den Weg durch ein geeintes Deutschland gemacht hat sich in den vergangenen Monaten ein Filmteam des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), um eben diesen bislang unerzählten Geschichten rund um die Grenzöffnung im Jahr 1989 nachzuspüren.

Einer der Hauptprotagonisten in der MDR-Dokumentation „Grenzenlos“ nun ist der Ort Herleshausen mit seinen Einwohnern. So wird etwa von der Atmosphäre im Gemeindesaal erzählt, wo den Ostbürgern einst das Begrüßungsgeld ausgezahlt wurde – ein unvergleichbares Erlebnis und Gänsehaut pur, wenn stellvertretend für alle Engagierten Helga und Klaus Gogler das Publikum mitnehmen auf eine Zeitreise, hautnah und unverfälscht.

Wolfgang Stump und Helmut Schmidt

Im Herleshäuser Rewe-Markt: (von rechts) Wolfgang Maenz mit Helmut Schmidt und Wolfgang Stumph.

Herausragend: Moderator Wolfgang Stumph, Schauspieler und Kabarettist, der das Publikum zurückversetzt in die Zeit vor 30 Jahren, in der Träume und Hoffnungen zum Greifen nah schienen. Der in der Dokumentation zu sehen ist, wie er gemeinsam mit Helmut Schmidt, ehemaliger Bürgermeister Herleshausens, plaudernd einen Einkaufswagen durch den Rewe-Markt von Wolfgang Maenz schiebt – sympathisch und nahbar.

Dreharbeiten im Sommer

„Wolfgang Stumph ist genau so, wie wir ihn aus Fernsehfilmen kennen“, sagt Helmut Schmidt. Mit einem Lächeln erinnert er sich an die Dreharbeiten im Sommer. Vertrauensvoll waren die Gespräche, die sich aus dem Betrachten alter Herleshäuser Bilder ergeben haben, „nie hatte man das Gefühl, unangenehme Fragen beantworten zu müssen“, sagt Helmut Schmidt.

Unzählige Herleshäuser haben sich verdient gemacht  

Erste Trabbis: Wolfgang Stumph mit altem Foto.

Nur einen einzigen Kritikpunkt hat der ehemalige Bürgermeister – nämlich, als „der Organisator des Ganzen“ vorgestellt worden zu sein. „Zu viel der Ehre – unzählige Herleshäuser haben sich verdient gemacht.“ Grenzenlos – das sind auch die freundschaftlichen Bande, die bei den Dreharbeiten geknüpft wurden.

Zu sehen in der ARD-Mediathek 

So folgte eine Einladung an die Herleshäuser Protagonisten zur Premiere der Dokumentation in die sächsische Landesvertretung in Berlin. „Ein Abenteuer“, sagen die Akteure unisono – und legen die MDR-Dokumentation nicht nur jedem Geschichtsinteressierten ans Herz.

Zu sehen ist „Grenzenlos – Spurensuche mit Wolfgang Stumph“ in der MDR-Mediathek unter ardmediathek.de/mdr - Suchbegriff „Grenzenlos“

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