Hausärztin kommt nach Altefeld

Medizinerin will sich in der Gemeinde Herleshausen niederlassen

Eine Medizinerin möchte im kommenden Jahr ihre Praxis im Dorfgemeinschaftshaus im Herleshäuser Ortsteil Altefeld eröffnen. Auf unserem Archivbild ist das Pferdegestüt zu sehen, für das Altefeld bekannt ist.
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Eine Medizinerin möchte im kommenden Jahr ihre Praxis im Dorfgemeinschaftshaus im Herleshäuser Ortsteil Altefeld eröffnen. Auf unserem Archivbild ist das Pferdegestüt zu sehen, für das Altefeld bekannt ist.

Eine neue Hausärztin wird in der Gemeinde Herleshausen im kommenden Jahr ihre Praxis eröffnen. Das teilte Bürgermeister Lars Böckmann am Dienstagabend bei der Gemeindevertretersitzung der Gemeinde Herleshausen mit.

Herleshausen/Altefeld –Damit ist die Gemeinde einen großen Schritt weiter im Problem um den Ärztemangel in der Region, der auch die Kommunen Cornberg, Nentershausen, Sontra und Weißenborn betrifft. Insgesamt sind in der Region vier Hausarztstellen vakant. Aktuell wird zwar noch versucht, dies mit dem vor zweieinhalb Jahren gestartete Modelprojekt Medibus auszugleichen. Doch die Zukunft des Projektes über das Jahr 2020 hinaus ist offen (wir berichteten).

Die Ärztin, die sich in der Gemeinde Herleshausen niederlassen wolle, sei auf ihn zugekommen, berichtet Böckmann. Einen Namen könne und wolle er jedoch noch nicht nennen. Das sei so vereinbart. Nur so viel: Die Medizinerin wolle sich mit ihrer Hausarztpraxis im Ortsteil Altefeld niederlassen, teilt der Gemeindechef in der jüngsten Gemeindevertretersitzung mit. Eröffnen werde die Praxis aber voraussichtlich erst in einem Jahr. Denn es stünden noch einige Genehmigungen aus und Bauarbeiten an.

Praxisräume im Dorfgemeinschaftshaus

Entstehen solle die Praxis in den Räumen des Dorfgemeinschaftshauses (DGH) in Altefeld. Mit dem Ortsbeirat habe Böckmann schon gesprochen: „Der ist einverstanden.“ Bevor die Ärztin einzieht, müsse das DGH noch von der Gemeinde saniert werden. Da kämen natürlich erst mal Arbeit und Kosten auf Herleshausen zu. Dafür habe die Gemeinde aber auch Auflagen formuliert. So solle etwa der Mietvertrag auf eine Dauer von 25 Jahren ausgelegt werden. Damit könnte die Gemeinde nicht nur langfristig eine Hausärztin an die Region binden, in 25 Jahren hätten sich auch die Sanierungskosten durch die Mieteinnahmen amortisiert. Die Ärztin sei mit den Forderungen der Gemeinde ebenfalls einverstanden gewesen, teilte Böckmann mit.

Eigentlich hätte die Medizinerin ihre Hausarztpraxis gerne schon zum 1. Juli im Herleshäuser Ortsteil Altefeld geöffnet. „Das war ihr Wunsch“, so der Bürgermeister. „Das schaffen wir aber nicht so schnell. Es muss ja auch erst mal durch die Gremien“, erklärt er.

Besonders freut es Böckmann, dass die Ärztin aus der Gemeinde käme, schon hier wohne und familiär eingebunden sei. Deshalb sei es auch der ausdrückliche Wunsch der Medizinerin gewesen, eine Praxis in der Nähe ihres Wohnortes zu öffnen, um lange Fahrten zur Arbeit zu vermeiden.

Von Hanna Maiterth

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