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Mehr Sicherheit für Mitarbeiter: Pylonen werden automatisch abgestellt

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Von: Julia Stüber

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Neu: Mit dem Leitkegel-Management-System müssen die Mitarbeiter nicht mehr aussteigen, um die Pylonen auf die Straße zu setzen. Das läuft nun automatisch.
Neu: Mit dem Leitkegel-Management-System müssen die Mitarbeiter nicht mehr aussteigen, um die Pylonen auf die Straße zu setzen. Das läuft nun automatisch. © julia stüber

Mit dem sogenannten Leitkegel-Management-System können die Mitarbeiter Straßenmeisterei Meißner nun die Pylonen automatisch abstellen.

Weidenhausen – Mit etwa 12 bis 15 Stundenkilometern fährt Jürgen Thomas mit dem Fahrzeug über die Straße, um einen Teilbereich abzusperren – die Pylonen werden dabei ganz automatisch vom Fahrzeug aus auf die Straße gestellt. Und das ist eine besondere Technik.

Denn bislang mussten die Mitarbeiter der Straßenmeisterei Meißner diesen Job selbst übernehmen. „Das kann mitunter gefährlich werden. Die Nähe zum Verkehr direkt an der Straße ist grenzwertig“, sagen Sascha Salzmann, Leiter der Straßenmeistereien im Landkreis, und Nico Beck sowie Dietmar Viehl von Hessen-Mobil.

Meißner: Pylonen werden automatisch abgestellt

Mit dem sogenannten Leitkegel-Management-System wird nun vieles einfacher und sicherer. Der Mitarbeiter bleibt im Wagen sitzen und macht über ein Display verschiedene Angaben – zum Beispiel, ob Pylonen aufgestellt oder eingesammelt werden sollen. Außerdem kann er einstellen, welchen Abstand die Leitkegel haben. Und dann kann es auch schon losgehen: Die Pylonen stehen auf dem Wagen bereit, eine Art Arm greift sie während der Fahrt und stellt sie automatisch auf die Straße ab – oder sammelt sie eben ein.

Kolonnenführer Jürgen Thomas nimmt am Display Einstellungen vor – zum Beispiel, wie weit die Pylonen auseinander gestellt werden sollen.
Kolonnenführer Jürgen Thomas nimmt am Display Einstellungen vor – zum Beispiel, wie weit die Pylonen auseinander gestellt werden sollen. © Stüber, Julia

Auf das Fahrzeug passen insgesamt 200 Pylonen. „Die reichen dann für vier Kilometer“, sagt Kolonnenführer Jürgen Thomas. Über Kameras kann er zudem genau beobachten, was dort hinter ihm passiert. Fahrzeug, Gerät und Leitkegel haben insgesamt etwa 180 000 Euro gekostet.

Das neue System befindet sich aktuell in der Testphase der Straßenmeisterei Meißner – seit acht Wochen wird es von den Mitarbeitern erprobt. Langfristig soll es auch für andere Meistereien in Hessen im Einsatz sein. Bei Hessen-Mobil ist dieser Leitkegelsetzer bisher einmalig, so Jonas Tresbach. Im Einsatz sind Gerät und Wagen zum Beispiel auf vierspurigen Strecken oder Autobahnen.

Von Julia Stüber

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