Zweite tote Lämmer und ein Kaninchen

Mehrere Hunderttausend Euro Schaden nach Brand einer Scheune bei Germerode

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Die Feuerwehren von Meißner wurden vom THW unterstützt. Immer wieder flammte das Feuer im Stroh auf.

Hunderttausende Euro Schaden, zwei tote Lämmer und ein verendetes Kaninchen sind durch einen Großbrand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen bei Germerode am Samstagmorgen entstanden.

Aktualisiert am Sonntag um 14 Uhr. Das Feuer war gegen 6 Uhr entdeckt worden. Die Tante des Hofbesitzers hatte an der Lagerhalle des Anwesens brennende Strohballen entdeckt. 

Die Feuerwehr war nur wenige Minuten später an der Einsatzstelle. "Da stand bereits die gesamte Halle in Flammen", berichtet Einsatzleiter Manfred Felmeden. 

Im Inneren der Scheune waren landwirtschaftliche Maschinen gelagert. 

Die Feuerwehr Germerode alarmierte nach. Am Ende waren alle Wehren aus Meißner, aus Vierbach und Reichensachsen sowie die Drehleiter aus Eschwege mit rund 80 Kräften am Einsatzort. Sie konnten die Scheune, die beiden Lämmer und das Kaninchen nicht mehr retten. 

Im Inneren der Scheune war landwirtschaftliches Gerät und Strohballen gelagert. Fast 200 Rundballen wurden vernichtet. "Mein gesamter Vorrat für den Winter", sagt der Eigentümer, der im Nebenerwerb Schafe hält. Außerdem waren in der Scheune zwei Schlepper, ein Mähdrescher und eine Rundballenpresse untergestellt, die ebenfalls ausbrannten. Ein  Großteil der Schafe war an diesem Morgen auf den Weiden.

Das Feuer konnte erst nach mehreren Stunden gelöscht werden. Die Löscharbeiten gestalteten sich mühselig. Immer wieder glomm das Stroh auf, offene Flammen flackerten. Die Feuerwehr hatte Unterstützung vom Technischen Hilfswerk (THW), zwei Landwirten und dem Fuhrunternehmen Zindel bekommen, die das Stroh auseinanderzogen, damit es gelöscht werden konnte.  Ohne deren Hilfe, so formulierte es Felmeden am Tag danach, wäre der Brand nicht so schnell in den Griff zu bekommen gewesen.

„Wir werden wohl den gesamten Tag mit Nacharbeiten zubringen“, sagte Felmeden am Samstagmorgen und sollte recht behalten. Gegen 16.30 Uhr war der Einsatz beendet. Anschließend stellte die Feuerwehr noch eine Brandwache.

Die Brandursache ist indes noch nicht geklärt. Einen technischen Defekt schließt die Feuerwehr aus, weil das Feuer außerhalb des Gebäudes entstanden ist. Die Kriminalpolizei in Eschwege hat die Ermittlungen übernommen. Die Straße zwischen Germerode und Vierbach war wegen des Einsatzes gesperrt. 

Fotos: Scheune in Germerode brennt komplett aus

Großbrand auf dem Bauernhof eines Schafhalters bei Germerode © Tobias Stück
Großbrand auf dem Bauernhof eines Schafhalters bei Germerode © Tobias Stück
Großbrand auf dem Bauernhof eines Schafhalters bei Germerode © Tobias Stück
Großbrand auf dem Bauernhof eines Schafhalters bei Germerode © Tobias Stück
Großbrand auf dem Bauernhof eines Schafhalters bei Germerode © Tobias Stück
Großbrand auf dem Bauernhof eines Schafhalters bei Germerode © Tobias Stück
Großbrand auf dem Bauernhof eines Schafhalters bei Germerode © Tobias Stück
Großbrand auf dem Bauernhof eines Schafhalters bei Germerode © Tobias Stück
Großbrand auf dem Bauernhof eines Schafhalters bei Germerode © Tobias Stück
Großbrand auf dem Bauernhof eines Schafhalters bei Germerode © Tobias Stück
Großbrand auf dem Bauernhof eines Schafhalters bei Germerode © T obias Stück
Großbrand auf dem Bauernhof eines Schafhalters bei Germerode © Tobias Stück
Großbrand auf dem Bauernhof eines Schafhalters bei Germerode © Tobias Stück
Großbrand auf dem Bauernhof eines Schafhalters bei Germerode © Tobias Stück
Großbrand auf dem Bauernhof eines Schafhalters bei Germerode © Tobias Stück
Großbrand auf dem Bauernhof eines Schafhalters bei Germerode © Tobias Stück
Großbrand auf dem Bauernhof eines Schafhalters bei Germerode © Tobias Stück
Großbrand auf dem Bauernhof eines Schafhalters bei Germerode © Tobias Stück
Großbrand auf dem Bauernhof eines Schafhalters bei Germerode © Tobias Stück
Großbrand auf dem Bauernhof eines Schafhalters bei Germerode © Tobias Stück

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