Interesse am Erhalt des evangelischen Kirchengebäudes

Debatte um Gemeindehaus Quentel: Die Mehrheit stimmt für den Erhalt 

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Werten die Umfrage aus: Irmtraud Hildebrand (von links), Kirchenvorstand und Seniorenarbeit, Elke Rudolpf, Kirchenvorstand, Pfarrer Gert Merkel, Edeltraud Haas, Kirchenvorstand, Sabine Neugeboren, Kirchenvorstand und Kirchenälteste Christa Andra.

Quentel. Seit Monaten werden hitzige Debatten über den Erhalt des evangelischen Gemeindehauses geführt: Das die Quenteler großes Interesse am Erhalt des Gebäudes zeigen, hat eine Umfrage des Kirchenkreises nun bestätigt.

Gut zwei Wochen hatten die Kirchenglieder Zeit, an der personalisierten Umfrage teilzunehmen: „Wir haben 354 Personen angeschrieben und 192 ausgefüllte Fragebögen zurückbekommen“, sagt Pfarrer Gert Merkel. Die Wahlbeteiligung unter den evangelischen Kirchengliedern lag bei 54,24 Prozent. Jeder nicht abgegebene Fragebogen wurde vom Kirchenvorstand als Nein-Stimme gewertet. Folglich sind 46,61 Prozent der Stimmberechtigten gegen den Erhalt. Sechs Stimmberechtigte reichten ihren Fragebogen anonym ein, weitere sechs stimmten dagegen und zwölf Befragte gaben an, dass es ihnen egal sei, was mit dem Gemeindehaus passiert.

Anders lassen sich die Zahlen deuten, wenn nur die abgegeben Stimmzettel ausgewertet werden. Dann sind nämlich 85,94 Prozent der stimmberechtigten Christen in Quentel für den Erhalt des Hauses.

In dem personalisierten Fragebogen wurde auch ermittelt, ob die Quenteler bereit sind, dass Haus mit einer regelmäßigen Spende oder eheremtlicher Arbeit zu unterstützen. 100 Quenteler haben sich bereit erklärt jährlich zwischen zehn und 80 Euro zu spenden - weitere 34 Personen würden sich ehrenamtlich engagieren und 95 Stimmberechtigte gaben an, das Gemeindehaus künftig für Feiern nutzen zu wolen. Mit so viel Einsatz und Engagement hatten Pfarrer Gert Merkel und die Frauen aus dem Kirchenvorstand nicht gerechnet: „Ich ziehe den Hut vor den Quenteler Christen, denn sie haben ein deutliches Interesse am Gemeindehaus gezeigt“, sagte Merkel.

Nun nun wird es tatsächlich ernst. Bereits am kommenden Dienstag treffen sich die Mitglieder des Kirchenvorstandes, um das Ergebnis der Befragung zu beraten und das weitere Vorgehen abzusprechen. „Ich könnte mir die Gründung eines Förderkreises vorstellen, aber egal welchen Weg wir gehen werden, wir werden den Prozess für alle transparent gestalten“, sagte Merkel.

Neben dem Erhalt des evangelischen Gemeindehauses steht auch das städtische Dorfgemeinschaftshaus zur Debatte. Im Mai konnten die Quenteler bei einer Bürgerversammlung darüber debattieren, welches Haus sie präferieren. Der Abend zeigte, dass viele Quenteler beide Häuser erhalten wollen.

Von Alia Shuhaiber

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