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Meinhard: Gemeindevertretung berät über Kitaneubau und Stromsparen

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Von: Stefanie Salzmann

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Wiesenland am Ziegelweg: Der Gemeindevorstand soll jetzt mit dem Eigentümer der Fläche am Ziegelweg über einen Ankauf als Bauplatz für den neuen Kindergarten verhandeln.
Wiesenland am Ziegelweg: Die Standortfrage des Kitaneubaus beschäftigt Meinhards Gemeindevertretung. © Tobias Stück

Bürgermeister Gerhold Brill greift jetzt die ÜWG-Idee eines Mehrgenerationenmodells auf. Damit könnten Kita und Seniorenwohnheim kombiniert werden.

Grebendorf – Meinhards Gemeindevertretung will offenbar die Standortfrage, aber auch das Gesamtkonzept des geplanten Kindergartenneubaus in Grebendorf komplett neu aufrollen, nachdem die Ankaufsverhandlungen für die favorisierte Fläche am Bernstal im September zunächst eingestellt worden waren (WR berichtete). Stattdessen soll in dieser Woche zum einen mit dem Verkäufer des Baulandes am Grebendorfer Ziegelweg verhandelt werden.

Außerdem wolle sich ein großer Investor, der ein Mehrgenerationenhaus mit 24 Wohneinheiten für Senioren errichten will, in Grebendorf niederlassen. „Wir müssen versuchen, diese beiden Projekte zusammenzubringen“, sagte Bürgermeister Gerhold Brill. Der Investor wolle fünf Millionen Euro investieren und 20 Arbeitsplätze in Pflege und Betreuung schaffen.

Kosten für beide Standorte ermitteln

Parallel sollen jetzt in Sachen Kitaneubau das Architekturbüro Luther und das Bauplanungsbüro Henke beauftragt werden, die fällig werdenden Kosten für Baugründungen an beiden Standorten Bernstal und Ziegelweg im Auftrag der Gemeinde zu ermitteln. Dabei geht es um zu schaffende Infrastruktur, den Ausbau von Straßen und eventuell notwendige Aufschüttungen auf dem Bauplatz.

„Wir brauchen Daten, Zahlen und Fakten“, so Christoph Jost von der FDP auf der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Nur auf dieser Grundlage könne die Gemeindevertretung entscheiden – eine alte Forderung, unter anderem der ÜWG, die vor der Standortentscheidung einen Kostenvergleich der von Bernstal und Ziegelweg gefordert hatte. Die Entscheidung war auf Grundlage einer Flächenanalyse des Planungsbüros Henke gefallen, der das Bernstal als günstigeren Standort bewertet hatte.

Hauptausschussvorsitzender Bernhard Mensing (CDU) sagte, ohne belastbare Daten werde er sich weigern, das Thema erneut auf die Tagesordnung des Hauptausschusses zu nehmen. „Die Bürger müssen uns doch für irre halten.“

Davon ungeachtet sollen jetzt auch die Planungen für das Gebäude der Kita aufgenommen werden. „Das ist jetzt ein wichtiges Signal an die Kitaaufsicht des Kreises“, sagt Bürgermeister Brill. In Kürze sollen die Ausschüsse Exkursionen zur Entscheidungsfindung zu mehreren Kitas in der Region unternehmen.

Stromsparen soll nicht auf Kosten des Vereinslebens geschehen

Von der von Bürgermeister Brill vorgelegten Liste, an welchen Stellen die Gemeinde Energie einsparen will, haben nur wenige Vorschläge Zuspruch bei den Mitgliedern des Hauptausschusses gefunden. Auf Konsens stieß der Vorschlag, dass die Nachtabschaltung der Straßenbeleuchtung um zwei Stunden verlängert wird. So soll es künftig zwischen 22 Uhr und 6 Uhr dunkel bleiben.

Keine Zustimmung fanden Vorschläge wie die Schließung der Jugendräume, die Einstellung des Sportbetriebes in DGHs und Bürgerhäusern. Ein „verkehrtes Zeichen“, so Ingo Krause (ÜWG), „das Vereinsleben wieder platt machen“, so Gerhard Pippert (SPD). Auch Flutlichtanlagen sollen weiter genutzt werden. Von Stefanie Salzmann

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