Gemeinde Meißner: Mehr Aufwendungen für Kita – Steuern bleiben niedrig

Meißner bringt Haushalt 2022 ein: 169 000 Euro Überschuss

Gestiegene Personalkosten: Der Zuschuss der Gemeinde Meißner für den evangelischen Kindergarten in Weidenhausen steigt auf 590 000 Euro. Archiv
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Gestiegene Personalkosten: Der Zuschuss der Gemeinde Meißner für den evangelischen Kindergarten in Weidenhausen steigt auf 590 000 Euro. Archiv

Die Gemeinde Meißner hat ihren Haushaltsplan für 2022 eingebracht. Der soll ein Volumen von 6,4 Millionen Euro und einen Überschuss von 160.000 Euro haben.

Abterode – Bürgermeister Friedhelm Junghans begann seine Haushaltsrede mit einer guten Nachricht: „Aufgrund der weiterhin schwierigen Bedingungen infolge der Corona-Pandemie ist es keine Selbstverständlichkeit, dass wir im Ergebnishaushalt einen Überschuss in Höhe von 169 000 Euro ausweisen konnten.“ Dem Gesamtertrag von 6,387 Millionen Euro stehen im Haushalt 2022 Aufwendungen von 6,218 Millionen Euro gegenüber.

Vorleistungen

Fast im gleichen Atemzug folgten während der jüngsten Gemeindevertretersitzung allerdings zwei schlechte Infos. „Das gute Ergebnis basiert auf einer Rückstellung für die Kreis- und Schulumlage, die 2019 gebildet wurde und nun die Möglichkeit eröffnete, daraus 180 000 Euro zu entnehmen. Das heißt: Im Haushaltsjahr 2023 fehlt diese Summe. Zweite negative Botschaft: Der Zahlungsmittelüberschuss für Tilgungsleistungen und eine Liquiditätsrücklage müssen 530 000 Euro betragen. Weil der Zahlungsmittelüberschuss im Haushalt 2022 um gut 12 000 Euro unter der gesetzlichen Zielvorgabe liegt, muss auch dieser jetzt schon fehlende Betrag 2023 erwirtschaftet werden.

Erträge

Friedhelm Junghans: „Die großen Einnahmepositionen der Ertragsseite finden sich im Einkommenssteueranteil, die trotz Corona um 75 000 Euro deutlich ansteigen, auch die Ertragslage bei der Gewerbesteuer bleibt nahezu unverändert und wird auf 408 000 Euro festgesetzt, und die Schlüsselzuweisungen vom Land gestalten sich mit gut 60 000 Euro positiv.“

Aufwendungen

Die Aufwandseite sieht im Zuschuss für den evangelischen Kindergarten eine Erhöhung von 90 000 Euro vor und beträgt insgesamt 590 000 Euro.

„Damit haben sich die Kosten in den letzten zehn Jahren um 238 000 Euro erhöht“, spannte der Bürgermeister den Bogen auf die um 12 400 Euro gestiegenen Personal- und Versorgungsaufwendungen, die sich nun auf 1,179 Millionen Euro erhöhen.

Finanzhaushalt

Der Finanzhaushalt weist die im Jahr 2021 im Investitionsprogramm festgelegten Maßnahmen mit einem Volumen von 1,6 Millionen Euro aus, wobei die nötigen Mittel aus Fördertöpfen in Höhe von 886 000 Euro fließen sowie über einen Kredit von 688 000 Euro finanziert werden.

Fazit

Die Gemeinde Meißner hat die aktuellen gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Dabei ist es gelungen, die Grund- und Gewerbesteuern stabil zu halten: „Wir können weiterhin auf die niedrigsten Steuersätze aller Kommunen im Kreis verweisen“, sagt Bürgermeister Friedhelm Junghans. (Harald Triller)

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