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Meißner: Bürgermeister legt Zahlenwerk mit Plus von 66.500 Euro vor

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Von: Harald Triller

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Geldscheine liegen auf einem Tisch
Ein Plus von 66.500 Euro stellte Bürgermeister Friedhelm Junghans vor. (Symbolbild) © Jens Kalaene

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen durch die Coronapandemie und die Energiekrise schließt der Etat der Gemeinde Meißner für 2023 mit einem Überschuss ab.

Germerode – Der Bürgermeister der Gemeinde Meißner, Friedhelm Junghans, wirkte bei seiner Haushaltsrede im Rahmen der Parlamentssitzung am Dienstagabend (20. Dezember) im Gasthaus „Meißnerhof“ in Germerode sichtlich gelöst: „Ja, wir können unser Zahlenwerk unerwartet positiv betrachten. Ich freue mich, dass ich trotz Bedenken des Gemeindevorstandes, die sicher berechtigt waren, den Etat für 2023 vorstellen kann, der mit einem Überschuss im Ergebnisteil von 66.500 Euro abschließt.“

In Zahlen drückt sich der Überschuss in der Differenz zwischen den Erträgen von 6,863 Millionen Euro und den Aufwendungen von 6,796 Millionen Euro aus.

Friedhelm Junghans beleuchtete die schwierigen Rahmenbedingungen infolge der Coronapandemie und der Energiekrise. Auch der Haushalt 2022 habe bereits einen negativen Trend erkennen lassen.

Kommunaler Finanzausgleich spielt hinein

„Es bleibt festzuhalten, dass ohne die Stabilisierung des Kommunalen Finanzausgleichs durch das Land Hessen um 1,4 Milliarden Euro der Haushaltsausgleich nicht möglich gewesen wäre. Auch die gute Entwicklung der Steuerschätzung spielt dabei eine wichtige Rolle“, stuft der Verwaltungschef den Einkommenssteueranteil von 120.000 Euro sowie die enorm angestiegenen Schlüsselzuweisungen in Höhe von 281.000 Euro ebenfalls als sehr erfreulich ein, zumal durch die Gebührenanpassung bei Wasser und Kanal kostendeckende Mehreinnahmen erzielt werden konnten.

Vielversprechend seien auch die Pluszahlen bei der Gewerbesteuer (57.000 Euro), bei Mieten und Pachten (20.000 Euro) und nach den Pandemielockerungen die gesteigerten Einnahmen im Bergwildpark und der Grube Gustav (zusammen 20.000 Euro) gewesen.

Allerdings machte Friedhelm Junghans auch keinen Hehl daraus, dass 2023 auch Mehrbelastungen von 210.000 Euro im Bereich Kindergarten (95.000 Euro, Energie- (50.000 Euro) und Personalkosten (45.000 Euro) sowie Zinsaufwendungen (20.000 Euro) auf die Gemeinde warten.

Über eine Millionen Euro in 17 Projekte investiert

Der Bürgermeister hob eine Verbesserung von 61.000 Euro bei der Kreisumlage hervor, und die dauerhaft guten Ergebnisse bezüglich der Eintrittsgelder beim Bergwildpark seien folglich mit 220.000 Euro in Ansatz gebracht worden.

Die Kreis- und Schulumlage schlage, so Junghans, mit 220.000 Euro zu Buche, der Kindergarten in Weidenhausen mit 685.000 Euro, die Personal- und Versorgungsaufwendungen betragen 1,224 Millionen Euro, die Sach- und Dienstleistungen belaufen sich auf 1,064 Millionen Euro, die Abschreibungen liegen bei 896.000 Euro und schließlich seien Zinsbeträge von knapp 170.000 Euro aufzubringen.

Trotz Ausgaben von 1,050 Millionen Euro für insgesamt 17 Projekte im investiven Bereich kann die Gemeinde Meißner die aktuellen gesetzlichen Haushaltsanforderungen erfüllen. Und voller Stolz verkündete Friedhelm Junghans abschließend, dass die Gemeinde Meißner weiterhin die niedrigsten Steuersätze im Ranking aller Kommunen im Werra-Meißner-Kreis hat und die Einwohner von Erhöhungen verschont bleiben.

Von Harald Triller

Parlament in Kürze

Teilnehmer

SPD 4 von 8

ÜWG 4 von 4

CDU 3 von 3

Sitzungsdauer 90 Minuten

Gäste 5

Beschlüsse

Freigabe des Haushaltssperrvermerkes in Höhe von 50 000 Euro zum Investitionskostenzuschuss für die Sanierung des Vereinsheimes vom SV Adler Weidenhausen (einstimmig).

Bebauungsplan für die Errichtung von Tiny-Häusern im Bereich Liethengässchen/Steinweg in Abterode (einstimmig).

Überweisungen

Haushaltsplan für 2023 und Investitionsprogramm für die Jahre 2023 bis 2027 an den Haupt- und Finanzausschuss (einstimmig).

(ht)

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