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Menschen mit Beeinträchtigung helfen im Bergwildpark in Germerode

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Gemeinsame Fütterung: Jenny Schäfer (von links), Werraland-Mitarbeiterin Susanne Rößner, Reinhard Plenz und Peter Gastorf.
Gemeinsame Fütterung: Jenny Schäfer (von links), Werraland-Mitarbeiterin Susanne Rößner, Reinhard Plenz und Peter Gastorf. © Lars Winter/NH

„Unsere Klienten sind sehr glücklich hier“, sagt Jennifer Schrader. Von der neuen Kooperation zwischen der Gemeinde Meißner und den Werraland Lebenswelten profitieren beide Seiten.

Germerode – Im Bergwildpark kümmern sich jetzt jeden zweiten Freitagvormittag zwei bis vier Menschen mit Beeinträchtigungen um Tiere und Gehege. „Das ist für die Beteiligten der Höhepunkt der Woche. Jeder Klient aus unserer Tagesförderstätte möchte dabei sein“, so Sebastian Germerodt, Sozialer Dienst der Tagesförderstätte bei den Werraland Lebenswelten.

In der Tagesförderstätte werden Menschen betreut und begleitet, die aufgrund ihrer Beeinträchtigungen nicht in der Werkstatt arbeiten können. „Für sie Angebote auch außerhalb der gewohnten Umgebung zu schaffen, war und ist unser Ziel“, erklärt Germerodt.

Das ist gelebte Sozialraumorientierung. Bedeutet kurz gesagt: In sämtlichen Bereichen wie Arbeiten, Wohnen und Freizeit Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen zusammenzubringen. „Wir sind sehr dankbar, dass die Gemeinde Meißner in Person von Bürgermeister Friedhelm Junghans auf unsere Idee eingegangen ist“, sagt Germerodt.

Die Alpakas fressen ihm aus der Hand: Mark Benevides mit Werraland-Mitarbeiterin Monika Kaufmann.
Die Alpakas fressen ihm aus der Hand: Mark Benevides mit Werraland-Mitarbeiterin Monika Kaufmann. © Lars Winter/NH

Für die Begleitung und Betreuung vor Ort ist Werraland-Mitarbeiterin Jennifer Schrader verantwortlich. Sie hat selbst eine hohe Affinität zu Tieren und schwärmt, wie verlässlich und mit welcher Hingabe die ihr anvertrauten Menschen im Bergwildpark mit Tier und Stallungen umgehen.

„Man sieht regelrecht, wie unsere Klienten aufblühen, wie sorgsam und liebevoll sie mit den Tieren umgehen. Ob das Säubern der Hühnerställe, die Fütterung der Hochland-Rinder, der Esel oder der Alpakas: „Unsere Klienten sind sehr glücklich hier“, so Jennifer Schrader.

Und auch für die Verantwortlichen des Bergwildparks sind die helfenden Hände eine Bereicherung: „Es ist bereits ein großes gegenseitiges Vertrauen entstanden. Dass wir als Gemeinde Menschen mit Beeinträchtigungen diese Möglichkeit geben können und dadurch Inklusion fördern, ist im absolut positiven Sinn das i-Tüpfelchen unserer Kooperation“, sagt Bürgermeister Friedhelm Junghans. (red/ts)

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