Missionswerk stärkt Öffentlichkeitsarbeit

In ihrem Element: Anne Dreckmeier ist die neue Öffentlichkeitsreferentin beim Missionswerk Frohe Botschaft in Großalmerode. Foto:  Nieswandt

Großalmerode. Menschen in ihren Herkunftsländern zu helfen, damit sie nicht flüchten müssen, ist ein Ziel von Anne Dreckmeier, Öffentlichkeitsreferentin im Missionswerk Frohe Botschaft.

Sie möchte die frohe Botschaft der Bibel in die Welt tragen und möglichst viele Menschen zum Helfen animieren. Das möchte sie mit viel Engagement, guter Laune und Durchsetzungsvermögen schaffen. Anne Dreckmeier ist die neue Öffentlichkeitsreferentin im evangelisch geprägten Missionswerk Frohe Botschaft in Großalmerode. Die Arbeit in einer Hilfsorganisation ist ihr nicht fremd: Bereits 1993 begann die gebürtige Westfalin bei der Ora Kinderhilfe International mit der Missionsarbeit. Vorher hatte sie in Industrie und Wirtschaft gearbeitet. „Durch meinen christlichen Glauben habe ich aber festgestellt, dass ich etwas Sinnvolles in meinem Leben machen möchte“, sagt die 56-Jährige.

Das Missionswerk Frohe Botschaft bietet zahlreiche Projekte in Afrika an, um Kindern und Jugendlichen zu helfen. Das Ziel sei, den Flüchtlingen nicht erst zu helfen, wenn sie schon in Deutschland sind, sondern bereits in den Herkunftsländern damit anzufangen, damit sie dort bleiben können. Dreckmeier möchte diesen Gedanken an die Öffentlichkeit weitergeben. „Ich möchte einen Freundeskreis aufbauen, von dem ich eingeladen werde, um unsere Projekte vorzustellen“, sagt die 56-Jährige. Sie hoffe, dass Schulen, Unternehmen und Gemeinden mitmachen. Sie sollen dann Patenschaften für Kinder in Afrika übernehmen. Das Missionswerk Frohe Botschaft ist ausschließlich in Afrika tätig. Dreckmeier reist im November dorthin und macht sich ein Bild über die zahlreichen Projekte. „Man kann dort mit wenig Geld Menschen helfen“, sagt Dreckmeier.

Beim Massaiprojekt beispielsweise wird Kindern durch eine Patenschaft die Schulbildung finanziert. „So müssen sie nicht zwangsverheiratet und beschnitten werden. Als ich das erste Mal davon gehört habe, war ich total berührt“, sagt sie. In Uganda fehle wegen Aids die Generation der Eltern. Dort kümmerten sich die Großeltern oft um die Kinder. „Damit sie das noch lange machen können, wird dort jetzt Physiotherapie angeboten.“ Dreckmeier möchte viele Reportagethemen und Bilder von ihrer Afrikareise mitbringen. Mit diesem Material stellt sie dann die Arbeit vor.

Das Missionswerk Frohe Botschaft hatte bis jetzt noch keine Referentin für die Öffentlichkeitsarbeit. „Es wird sicher schwer, sich ein Netzwerk aufzubauen“, sagt Dreckmeier. Sobald das aber steht, wird sie deutschlandweit Vorträge halten.

Fest am Sonntag

Der Missionskreis Frohe Botschaft lädt außerdem für Sonntag, 20. September, zu seinem Afrika-Freundestag ein. Gäste sind in diesem Jahr Evelyne Nakola und Mary Seneta, die das Massaiprojekt leiten. Der Afrika-Freundestag beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der evangelischen Stadtkirche Großalmerode. Das Programm bietet Musik des Chores „gospelandmore“, Bildberichte sowie den Verkauf afrikanischer Handarbeiten. Die Veranstaltung endet gegen 17 Uhr.

Von Leona Nieswandt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.