Boppin’ B, Sondaschule und La BrassBanda

Mit Tuba, Kontrabass und Posaune: So war der letzte Inselflair-Tag

In bayrischer Mundart: Die Musiker von La BrassBanda heizten dem Publikum mit Trompeten und Tuba ordentlich ein.
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In bayrischer Mundart: Die Musiker von La BrassBanda heizten dem Publikum mit Trompeten und Tuba ordentlich ein.

Der Sonntag beim Insel-Flair stand im Zeichen von Rockabilly, Ska-Punk und Gypsy-Brass: Auf der Bühne standen Boppin’ B, Sondaschule und La BrassBanda.

Die Besucher wurden schon früh am Abend dazu gebracht, aufzustehen und an ihren Tischen und Bänken in der eigenen Gruppe zu tanzen. Spätestens beim Konzert von Sondaschule konnte niemand mehr sitzen bleiben und wurde mitgerissen. Die Band gewannen 2008 den Bandcontest des Open-Flairs, seit dem gehört die Ska-Punk-Band aus Mühlheim an der Ruhr zum festen Inventar des Festivals. Ihr Gitarrist Daniel „Blubbi“ Junker starb vor wenigen Wochen unerwartet. Für Sondaschule war dies erst das dritte Konzert ohne ihren Gitarristen.

La BrassBanda waren zuletzt vor sieben Jahren auf dem Open-Flair zu Gast und heizte den Besuchern mit Posaune, mehreren Trompeten und Tuba zu siebt ordentlich ein. Stefan Dettl scherzte zu Beginn des Konzertes: „Könnt ihr mich hier überhaupt verstehen?“ Denn die Texte der Blasmusikgruppe sind in bayrischer Mundart.

„Für mich haben sich diese vier Tage Mini-Open-Flair wie ein großer Urlaub angefühlt, ich habe einfach mal keine Nachrichten gelesen oder Fernsehen geschaut, habe mich nicht mit meinen persönlichen Problemen oder Inzidenz-Werten beschäftigt, sondern war einfach mit einigen Freunden zusammen und hatte eine gute Zeit“ erklärt Christian Schmiederich, der jedes Jahr zum Open-Flair mit einer großen Gruppe aus dem Sauerland nach Eschwege kommt. „Klar ist es ein bisschen anders als sonst, aber für diesen Sommer ist es einfach perfekt, die Leute sind alle sehr umsichtig, tragen ihre Masken, wenn sie müssen, und haben einfach eine gute Zeit.“ „Ich hätte persönlich nicht daran gedacht, dass man mit Abstand so großartige Konzerte erleben kann, die Show von Madsen war einfach der Wahnsinn, und etwas Gutes hat das alles auch, man bekommt sein Bier an den Tisch gebracht“, erzählt Freundin Michaela Kohl.

Hawaihemd passend zum Insel-Flair: Die Rock´n Roller von Boppin’B beim Konzert.

„Heute haben wir uns besonders auf Sondaschule gefreut, wir wussten nicht, ob sie wirklich wegen des Todes des Gitarristen auftreten werden. Deshalb haben wir uns umso mehr darüber gefreut“, erklärt Christian Schmiederich.

Für das nächste Jahr hoffen beide, dass das Festival wieder normal stattfinden kann. „Es ist für uns wie nach Hause kommen, wir sind auf jeden Fall wieder mit dabei.“ (Sonja Berg)

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