Mitreden und gehört werden

Bildungshaus Röhrda lädt zu Zukunftswerkstatt für Kinder und Jugendliche ein

Eine Lehrerin schreibt in einer Schule an die Tafel.
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Mitreden und gehört werden: Kinder und Jugendliche sollen sich in ihrer Heimat wohlfühlen.

Mitreden und gehört werden: Kinder und Jugendliche sollen sich wohlfühlen, damit soll sich eine Zukunftswerkstatt auseinandersetzen, zu der das Bildungshaus in Röhrda einlädt.

Röhrda – Sich als Kind und Jugendlicher in seiner Heimat wohlfühlen, mitreden und gehört werden – damit soll sich eine Zukunftswerkstatt auseinandersetzen, zu der das Bildungshaus in Röhrda einlädt. Der Titel der Veranstaltung lautet „Die Übermorgenwelt“ und soll vor allem Kinder und Jugendliche, aber auch ganze Familien sowie Menschen, die sich in der Gemeinde politisch engagieren und Vertreter von Kirchengemeinde und anderen Einrichtung im Dialog zusammenbringen.

„Diese Zukunftswerkstatt für Kinder und Teens im Ringgau ist für uns der Startschuss für ein Miteinander, in dem die Beteiligten sich mit ihren Ideen und Anregungen für einen kinderfreundlichen Ringgau einbringen können“, heißt es in der Einladung von Carina van der Willik, Leiterin des Kindergartens „Kleine Hände“ im Röhrdaer Bildungshaus.

Was macht heute eure Lebensqualität im Ringgau aus? Was ist kinder- beziehungsweise jugendfreundlich? Und was noch nicht? Wo sollen sich Kindergarten, Schule und Gemeinwesen für euch Kinder und Jugendliche in den nächsten Jahren weiterentwickeln? Diese Fragestellungen sollen Impulse für das mit drei Stunden angesetzte Werkstattgespräch sein.

Info und Anmeldung

Die Zukunftswerkstatt findet am 20. September von 17 bis 20 Uhr statt. Anmeldung carina.vanderWillik@ekkw.de

Ringgaus Bürgermeister Mario Hartmann will das Thema um den seiner Ansicht nach wichtigen Punkt Bildung erweitert sehen und bezieht sich dabei auch auf einen aktuellen Report-Card Unicef, der den reichen Industrienationen wie Deutschland immer noch erhebliche Defizite beim Kindeswohl bescheinigt. Obwohl Deutschland auf Platz 14 von 41 Ländern weltweit liegt und damit im vorderen Drittel, sind die Bedingungen für Kinder nicht optimal. Selbstmordversuche, mentale Probleme, Übergewicht, aber auch unzureichende schulische Kenntnisse kennzeichnen laut Unicef das Aufwachsen von viel zu vielen Kindern in wohlhabenden Industrieländern. „Viele der reichsten Länder der Welt, die eigentlich über genügend Ressourcen verfügen, scheitern, wenn es darum geht, allen Kindern eine gute Kindheit zu ermöglichen “, sagt Gunilla Olsson, Direktorin von Unicef Innocenti.

„Wir brauchen mehr Bildung außerhalb der Institutionen“, sagt der Bürgermeister. Als Beispiel nennt er Waldwochen, wo Kinder durch das Erleben elementarer Dinge gleichzeitig lernen.

Die Zukunftswerkstatt, zu der das Bildungshaus einlädt, findet im Rahmen einer ganze sogenannten Aktionswoche zum Thema Kinderrechte statt. „Wir wollen im Vorfeld der Woche die Ideen der Kinder aufgreifen, was sie wollen und was ihnen wichtig ist“, so Carina van der Willik. Neben einer Kinderrechts-Party sollen Kinder andere Kinder zum Thema interviewen, aber auch Erwachsen die Kinder zu ihren Wünschen und Bedürfnissen befragen. An jedem der Aktionstage sollen Schwerpunkte gesetzt werden, einer davon das Thema Gesundheit.

Von Stefanie Salzmann

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