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Mobiler Blitzer durch neue Technik flexibler einsetzbar

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Vorstellung der neuen mobilen Blitzeranlage: (von links) Werner Kreßner, Jens Wilhelm, Michael Heußner, Jürgen Heldmann, Finn Thomsen, Daniel Herz und Michael Zimmermann
Vorstellung der neuen mobilen Blitzeranlage: (von links) Werner Kreßner, Jens Wilhelm, Michael Heußner, Jürgen Heldmann, Finn Thomsen, Daniel Herz und Michael Zimmermann © Hendric Woltmann

Mehr blitzen wird es wieder im Werra-Meißner Kreis. Nach einem Jahr Unterbrechung gibt es wieder eine neue mobile Radarfalle für den Ordnungsbehördenbezirk Radar mit den Städten Bad Sooden-Allendorf, Großalmerode, Witzenhausen, Hessisch Lichtenau und den Gemeinden Neu Eichenberg und Berkatal.

Werra-Meißner – Wer einen grauen Renault Trafic am Straßenrand sieht oder vielleicht schon gesehen hat, sollte spätestens dann die vorgegebene Geschwindigkeit einhalten. Seit letzter Woche Montag kann das Fahrzeug eingesetzt werden. „Einen Dank an die Magistrate, dass alle so schnell zugestimmt haben und so schnell ein neues Auto angeschafft werden konnte“, sagte Bürgermeister Daniel Herz (Witzenhausen).

Ein Jahr lang gab es keine mobilen Geschwindigkeitskontrollen, da der Vorgänger nicht mehr die Normen erfüllte und vor Gericht die Bußgeldverfahren anfechtbar gewesen wären. Der hundert Tausend Euro teure mobile Blitzer soll laut Werner Kreßner Fachdienstleiter der Verkehrsüberwachung an mehr als 140 Messstellen eingesetzt werden.

Mit der neuen Anlage können die Beamten in deutlich mehr Situationen kontrollieren. Durch das Rotlicht und den Blitzer kann nun auch bei schlechten Lichtverhältnissen, beispielweise in den frühen Morgen Stunden, die Radarkontrolle eingesetzt werden. Neu ist auch, dass die Radarfalle in verkehrsberuhigten Bereichen eingesetzt werden kann, um die Schrittgeschwindigkeit zu kontrollieren.

Was Bürgermeister Michael Heußner (Hessisch Lichtenau) als Meilenstein sieht: „Das ist unglaublich wichtig für die Sicherheit. Die meisten fahren mindestens 15 Kilometer pro Stunde, viele sogar deutlich schneller in diesen Zonen.“ Der neue Blitzer wird laut den Polizeibeamten zu mehr direkten Kontakt zwischen Polizei und Schnellfahrer führen. Viele Raser würden umdrehen und mit den Beamten in Kontakt treten.

So komme oft die Frage, wie viel es kostet, oder wieso man hier nur so langsam fahren könne. Andere würden ihren Frust bei den Polizeibeamten rauslassen. 2019 wurden mit dem alten Fahrzeug mehr als 5000 Erinnerungsfotos verschickt. Dieses Jahr soll der Renault Trafic noch bis zu 50-mal eingesetzt werden. (Hendric Woltmann)

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