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„Mörderroboter für alle“ - Prof. Gregor Noll im Streitgspräch über Kriegsführung mit Künstlicher Intelligenz

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Von: Stefanie Salzmann

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Provoziert im Streitgespräch: Gregor Noll, Prof. für Internationales Recht, kommt nach Grebendorf.
Provoziert im Streitgespräch: Gregor Noll, Prof. für Internationales Recht, kommt nach Grebendorf. © Johan Wingborg/nh

Gregor Noll im Showdown mit der Künstlichen Intelligenz im Weintheater von Grebendorf. Der Professor für Internationales Recht an der Uni Göteborg liefert morgen Abend eine Mischung aus Roadshow und Streitgespräch mit sich selbst und fordert auch das Publikum zur Auseinandersetzung.

Grebendorf – Am morgigen Freitagabend lädt das Grebendorfer Weintheater zu einem Abend ein, der vielleicht weniger die Lachmuskeln strapaziert, dafür aber das Gehirn beansprucht und brandaktuellen Fragen unserer Zeit nachgeht, die dringender kaum sein können. Theaterdirektor Lutz Jahr hat Gregor Noll eingeladen, der als Professor für Internationales Recht an der Uni im schwedischen Göteborg lehrt.

Noll stellt den Titel des Abends unter die Fragestellung: „Haben Recht und Gesetz eine Chance gegen die Macht von Künstlicher Intelligenz (KI) und Digitalisierung? Mithilfe des Publikums will Noll diese Frage auf die Spitze treiben.

In einer Mischung aus Roadshow und akademischem Streitgespräch mit sich selbst will Noll dem Publikum erst einen Einblick in die zusammenbrechenden Verhandlungen über das völkerrechtliche Verbot von Mörderrobotern geben. Danach folgt ein Kurzfilm über die Schuldfrage im KI-Krieg und letztendlich soll der Abend in eine Publikumsbefragung münden und dabei der Frage nachgehen, wer letztlich gerechter ist: der Algorithmus oder ein Richter, der schlecht geschlafen hat – also viel Stoff zum Streiten und diskutieren.

Kurzfilm: „Schuldig nicht schuldig“

Der Kurzfilm ist inspiriert von dem laufenden Forschungsprojekt „Digitalisierte Kriegsführung – Verantwortung, Intentionalität und Rechtsstaatlichkeit“ von Gregor Noll, Moa Dahlbeck und Valentin Jeutner.

Es berührt die brennenden Fragen, wie unser Rechtssystem hinter den technischen Entwicklungen zurückbleibt, insbesondere der Außerirdischer Intelligenz. Dargestellt wird in dem Film ein Mann, der wegen einer Entscheidung, die er nicht getroffen hat, vor Gericht steht, und jeder muss mit der Komplexität des Falles umgehen. Wie können Sie jemanden für eine Entscheidung verantwortlich machen, die nicht von einem Menschen getroffen wurde?

Info und Tickets: Die Veranstaltung beginnt am morgigen Freitag, 14. Oktober, um 19 Uhr im Weintheater am Anger 1b in Grebendorf. Einlass ist bereits ab 18 Uhr. Die Karten für die Veranstaltung kosten zwölf Euro. Tickets können auch unter der E-Mail-Adresse Lutzelot@web.de vorbestellt werden. Lutz Jahr bittet darum, sich – wenn möglich – anzumelden, um besser planen zu können, da die Plätze im Weintheater begrenzt sind. Bei großer Nachfrage kann die Veranstaltung in das benachbarte Gemeindehaus verlegt werden. (Stefanie Salzmann)

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