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Mülltonnen in Wehretal und Meinhard sind übergequollen

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Von: Eden Sophie Rimbach

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Übervolle Mülleimer: Dieses Bild zeigte sich vor allem in Haushalten mit Kleinkindern, wo täglich Windeln anfallen. In Wehretal waren die grauen Restmülltonnen jetzt sechs Wochen nicht geleert worden.
Übervolle Mülleimer: Dieses Bild zeigte sich vor allem in Haushalten mit Kleinkindern, wo täglich Windeln anfallen. In Wehretal waren die grauen Restmülltonnen jetzt sechs Wochen nicht geleert worden. © McFoto/ Leitner

Restmüll wurde in Meinhard und Wehretal mehr als vier Wochen nicht abgeholt. Das wurde für einige Familien, vor allem die mit Wickelkindern, zum Problem.

Wehretal – In der Zeit zwischen den Jahren sind die Restmülltonnen in Meißner und Wehretal länger stehen geblieben als üblich. Zu einer Herausforderung wurde das für Familien mit Kindern, die Windeln verbrauchen. Das berichtet beispielsweise Viola Schimmelpfennig aus Reichensachsen. Während sich der Rhythmus der Leerung in Wehretal für den Jahreswechsel 2021/22 auf fünf Wochen verlängert hatte, wurde die Restmülltonne nun sechs Wochen lang nicht abgeholt.

Mit der Leerung im Rhythmus von vier Wochen komme die fünfköpfige Familie, deren jüngstes Kind Windeln trägt, normalerweise gut zurecht. Doch für sechs Wochen reiche die Restmülltonne in diesem Fall nicht aus: „Das ist ja die anderthalbfache Menge.“

Wie Viola Schimmelpfennig hinzufügt, falle während dieser Zeit ohnehin mehr Windelmüll an. Während das jüngste Kind der Familie ansonsten auch in der Krippe gewickelt und die Windeln dort entsorgt werden, ist das zwischen den Jahren nicht der Fall. Bedingt durch Weihnachten entstehe auch bei guter Mülltrennung zusätzlich mehr Müll für die Graue Tonne. Beispielsweise während der Sommerferien würde ein längerer Abstand zwischen den Leerungen weniger ins Gewicht fallen, da viele Familien zu dieser Zeit im Urlaub sind.

Anrufe bezüglich des längeren Abstands zwischen den Leerungen haben den Zweckverband Abfallwirtschaft Werra-Meißner-Kreis laut Geschäftsführer Matthias Wenderoth ausschließlich aus Wehretal erreicht. Für die meisten Haushalte stelle die Situation zwischen den Jahren keine Schwierigkeit dar. Diese würden die Restmülltonne vier- oder maximal sechs- bis achtmal im Jahr abholen lassen. Jede Leerung würden Familien mit Wickelkindern oder Menschen mit Inkontinenz nutzen.

Er bittet die Betroffenen um Verständnis und erklärt den Grund für den längeren Abhol-Zyklus zwischen den Jahren. Die Terminplanung obliegt nicht dem Verband selbst, sondern dem von ihm beauftragten Entsorger. Das ist die Firma Weisgerber Umweltservice aus Hessisch Lichtenau. Die 13 Leerungen im Jahr werden gewährleistet.

Zu Verschiebungen komme es, weil bei der neuen Planung immer ein Kompromiss gemacht werden müsse. Das sei bei 14 Gemeinden und vier Arten der Abholung unumgänglich. Bei der nächsten Jahresplanung werde man allerdings darauf achten, dass Wehretal nicht erneut betroffen sei.

Für die Familien, deren Graue Tonne nun nicht ausreicht, nennt Wenderoth eine Möglichkeit zur Lösung. Wer den während der längeren Zeit angefallenen Restmüll auch nicht nach der nächsten Leerung kompensieren kann, solle sich telefonisch oder via E-Mail beim Abfallzweckverband melden. Anhand der im Jahr in Anspruch genommenen Leerungen prüfe dieser dann, ob der jeweilige Haushalt auf die Abholungen angewiesen ist. Ist das der Fall, stellt der Verband kostenfrei einen zusätzlichen Restmüllsack zur Verfügung.  esr

Kontakt: Tel. 0 56 57/9 89 50, E-Mail: info@zva-wmk.de

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