Buffy Wallborn landet als Newcomerin einen Hit

„Musik macht mutig“ - Altenburschlaerin Buffy Wallborn landet Hit als Newcomerin

Kirmesumzug Altenburschla oder Kiez-Alm auf der Reeperbahn: Buffy Wallborn (67) startet jetzt noch mal richtig durch und plant, die deutsche Musikszene zu erobern.  
Foto. privat/ nh
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Kirmesumzug Altenburschla oder Kiez-Alm auf der Reeperbahn: Buffy Wallborn (67) startet jetzt noch mal richtig durch und plant, die deutsche Musikszene zu erobern. Foto. privat/ nh

In den 1970ern stürmte Siegrid Wallborn noch auf dem Fußballplatz der SG Wehretal, 2021 stürmt sie die deutsche Musikwelt.

Altenburschla/Hamburg - „Ich habe schon immer Musik gemacht“, sagt die gebürtige Altenburschlaerin. Früher mit der Gitarre am Lagerfeuer, beim Kirmesumzug und in der Schenke in Altenburschla, heute als dreifach ausgezeichnete Künstlerin.

„Das ist einfach irre. Verrückt. Ich bin 67 Jahre alt“, sagt sie. Sie kann es selbst kaum fassen. Unter dem Künstlernamen „Buffy“ hat die Newcomerin im vergangenen Jahr bei dem bundesweiten Wettbewerb „38. Deutscher Rock- und Popmusiker-Preis 2020“ mitgemacht. Gleich dreifach wurde sie ausgezeichnet.

In der Kategorie „Bester Rocksong“ landete sie auf dem dritten Platz. Eingereicht hat sie ihren „Lange-Unterhosen- Song“ – übrigens das Vereinslied des „Lange-Unterhosen- Clubs Altenburschla“, dessen Vorsitzende sie ist.

Zwei Siege bei der Schlagerhitparade

Ausgezeichnet wurde Buffy Wallborn auch in der Kategorie „Deutscher Singer- Songwriter-Preis“ als eine der besten Solosängerinnen. Für ihre Rockballade „Und sie ist wieder 17“ bekam sie hier den dritten Preis. Unter den besten Popsongs verschaffte ihre Ballade „Du bist der Mensch“ ihr den zweiten Preis.

„Ich hätte nicht gedacht, dass es was wird“, sagt sie. Der Song ist auch auf der Musikplattform Spotify zu hören. Damit gewann sie auch zweimal bei der Schlagerhitparade. „Ich weiß, wie viele Freunde aus der Heimat bei der Hitparade für mich gevotet haben.“

An ihre Heimat im Werratal denke sie viel, sagt sie. Obwohl sie seit 36 Jahren in Hamburg wohnt, besucht sie Altenburschla, so oft es geht. „Das sind meine Wurzeln.“ Ihre Liebe zum Werratal machte sie 1985 erstmals bekannt, als sie ihr erstes Lied veröffentlichte. Mit „Goodbye, mach’s gut, Altenburschla“, erschaffte sie eine Heimat-Hymne, die auch im Radio gespielt wurde.

„Fußballzeit war die schönste meines Lebens“

Doch Buffy Wallborn hat nie direkt eine Musikerkarriere angestrebt. Nach ihrem Schulabschluss in Wanfried machte sie zunächst eine Lehre bei Foto-Dunkel. Danach arbeitete sie vier Jahre lang bei Friedola, dann bei einem Fotografen in Abterode.

Zwischendurch trat sie in den Fußballverein ein. Als Mittelstürmerin schoss sie in einem Spiel gegen die Frauen der SG Südringgau ganze acht Tore. Die Gegnerinnen verloren an diesem Tag mit 0:11. In einem WR-Artikel nach diesem Spiel hieß es, dass Siegrid Wallborn „einfach nicht zu halten“ sei. „Die Fußballzeit war die schönste Zeit meines Lebens“, sagt sie.

1979 ging Buffy Wallborn nach Bremen und arbeitete als Fotofachverkäuferin. „Irgendwie wollte ich mich aber noch mal verändern.“ In Hamburg studierte sie dann Marketing und Kommunikation. Zudem besuchte sie in der Hansestadt eine Schule für Presse- und Werbefotografie. In dieser Zeit hat sie auch ihre Frau kennengelernt, mit der sie noch heute in Hamburg lebt. Bis zur Rente hat Buffy Wallborn bei unterschiedlichen Werbeagenturen gearbeitet.

Die Musik hat sie in all den Jahren nie aus den Augen verloren

Die Musik hat sie in all den Jahren aber nie aus den Augen verloren. Sie trat weiter auf und rockte die Kirmesbühne in Altenburschla und auch die Kiez-Alm auf der Reeperbahn in Hamburg.

Jetzt will Buffy sich aber wieder mehr ihrer Musik widmen und die deutsche Musikszene erobern. „In meinem Alter muss man sich das erst mal trauen. Musik macht mutig“, sagt sie.

Ihre Songs schreibt und produziert Buffy selbst. Dabei nimmt sich die 67-Jährige selbst nie zu ernst. Wenn man Songs schreibt, muss man mit offenen Augen durch die Welt gehen, erklärt sie. „Denn die besten Geschichten schreibt das Leben.“ In eine Schublade will sie sich nicht stecken lassen. Und sie hat ein Ziel: „Ein Duett singen mit G.G. Anderson, der Song ist fertig.“ (Jessica Sippel)

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