Friedel Lenze und Nicole Rathgeber in der Stichwahl

Nach der Landratswahl: Das sagen die Parteien im Werra-Meißner-Kreis

 Symbolischen Charakter haben die  vom Sturm in Witzenhausen umgeworfenen Wahlplakate der Wahlverlierer Frank Hix (CDU) und Daniel Herz (parteilos).
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Symbolischen Charakter haben die vom Sturm in Witzenhausen umgeworfenen Wahlplakate der Wahlverlierer Frank Hix (CDU) und Daniel Herz (parteilos).

Die Parteien im Werra-Meißner-Kreis äußern sich zur Landratswahl vom Sonntag und erklären, wen sie jetzt unterstützen.

Werra-Meißner – Nach der Wahl ist vor der Stichwahl: So bewerten die im Kreistag vertretenen Parteien das Wahlergebnis.

SPD

SPD-Kreisvorsitzender Knut John macht keinen Hehl daraus, dass er die Wahl gerne im ersten Durchgang entschieden hätte. Jetzt gelte es, in der Kürze der Zeit noch mal intensiv Wahlkampf zu betreiben. Eine Strategie liege bereits in der Schublade. „Wir wollen die Erfahrung und Kompetenz von Friedel Lenze hervorheben“, sagt John. Von Hix und Herz Wählerstimmen abzufischen, hält er nicht für sinnvoll. Ihm ist es wichtiger, mehr Menschen an die Wahlurne zu bewegen.

Freie Wähler

Die Freien Wähler und Wählergemeinschaften freuen sich über das „tolle Ergebnis“ für Nicole Rathgeber. „Das Wahlergebnis zeigt, dass die Bevölkerung einen Aufbruch und Wechsel will“, sagt der Vorsitzende der Freien Wähler Werra-Meißner, Dr. Claus Wenzel. Die Chancen in der Stichwahl schätzt er für seine Kandidatin als „sehr gut“ ein. „Wenn Nicole Rathgeber weiterhin so eine breite Unterstützung erfährt, wird sie die Stichwahl gewinnen.“

CDU

„Der Wahlausgang ist für uns eine Enttäuschung, die aber nicht der Persönlichkeit unseres Kandidaten geschuldet ist als vielmehr seiner Parteizugehörigkeit in diesen schwierigen Zeiten“, sagt der CDU-Kreisvorsitzende Stefan Schneider. Das Ergebnis zeige, dass sich die Mehrheit der Menschen einen politischen Neuanfang wünschen und kein ,Weiter so’. Für diesen Aufbruch stehe auch aus Sicht der Union Nicole Rathgeber, „die ab jetzt die volle Unterstützung der CDU Werra-Meißner hat“.

Grüne

„Ich freue mich sehr, dass Friedel Lenze mit großem Abstand die meisten Stimmen bei der Landratswahl erringen konnte“, sagt Felix Martin, Sprecher des Grünen-Kreisvorstandes. Lenze habe damit „hervorragende Ausgangsvoraussetzungen für die Stichwahl in zwei Wochen, für die wir uns eine hohe Wahlbeteiligung wünschen“. Die Kreis-Grünen seien davon überzeugt, so Martin, „dass Friedel Lenze der Richtige für den wichtigen Posten des Landrats ist“. Im Kreistag bilden Grüne und SPD eine Koalition.

AfD

Als Vorsitzender des Notvorstands des AfD-Kreisverbands spricht sich Landesvorsitzender Robert Lambrou bezüglich der Stichwahl für SPD-Kandidat Friedel Lenze aus. Als der wesentlich erfahrenere Bewerber sei dieser „vermutlich die bessere Aussicht auf eine sichere politische Zukunft für den Werra-Meißner-Kreis“. Für das „sehr wichtige Amt“ des Landrats sollte, so Lambrou, ein „erfahrener Bewerber gewählt werden“.

Linke

„Wir freuen uns über das gute Ergebnis von Friedel Lenze“, sagt Lucia Müller, Kreissprecherin der Linken. Als Bestandteil der Kooperationsvereinbarung mit SPD und Grünen im Kreistag habe man ihn auch unterstützt, indem man den Mitgliedern die Wahl nahelegte. Sie habe zwar gehofft, so Müller, dass Lenze im ersten Wahlgang zum Landrat gewählt wird. Nun stünden die Chancen gut, dass er in der Stichwahl erfolgreich ist.

FDP

Kurz und knapp fällt die Stellungnahme der FDP aus: „Aufgrund der Kandidatenlage waren wir davon ausgegangen, dass es zu einem weiteren Wahlgang kommen wird“, erklärt Kreisvorsitzender Max Grotepaß. Bewusst hätten die Liberalen bisher keinen der Bewerber unterstützt. „In den nächsten Tagen werden wir unsere Positionierung zur Stichwahl beraten.“ (salz/sff/ts)

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